31.01.2020 - 14:55 Uhr
WaidhausOberpfalz

Die Seele des SV Pfrentsch: Vorsitzender Josef Eschenbecher geehrt

Er wäscht, trainiert, kocht und organisiert im Verein: Mit einer Feierstunde im Rathaus ehrt die Marktgemeinde den Vorsitzenden des Sportvereins. Josef Eschenbecher hält den Verein wie kein Zweiter seit 45 Jahren am Laufen.

An der Seite von Ehefrau Edeltraud und Tochter Marina ehrt die Marktgemeinde Josef Eschenbecher (vorne, Mitte) durch Bürgermeisterin Margit Kirzinger mit einem Festakt im Sitzungssaal des Rathauses.
von Josef ForsterProfil

Bürgermeisterin Margit Kirzinger rühmte den Geehrten als „Seele des Vereins": "Ohne dich an der Spitze kann man sich den SV Pfrentsch nicht vorstellen. Du machst und kümmerst dich um alles.“ Auch Ehefrau Edeltraud und Tochter Marina bekamen Dankesworte.

Ein Rückblick: Im Jahr 1976 gründete der Geehrte mit anderen Gleichgesinnten den SV Pfrentsch. 1980 gelang es ihm, eine Schülermannschaft zu gründen, der 1981 eine eigene Jugendmannschaft folgte. Von 1981 bis 1986 war er Trainer der Jugendmannschaften. In der Saison 1985/86 wurden die Mannschaften unter ihm Vizemeister. Oft holte er die Kinder aus dem ganzen Grenzland von zu Hause ab, trainierte sie und fuhr alle wieder nach Hause. So konnten auch Kinder von berufstätigen Eltern immer mitspielen. Kinder und Jugendliche sind ihm seit jeher wichtig. Noch heute lädt er die jungen Pfrentscher Fußballspieler, die in anderen Vereinen spielen, zu Vereinsfesten ein.

Die kleinsten Sportler aus Pfrentsch wissen schon, dass Eschenbecher immer ein Eis oder eine Süßigkeit für sie parat hat, wenn ein Familienspaziergang am Sportheim vorbeiführt. Er war Trainer der ersten Mannschaft und von 1985 bis 1987 zweiter Vorstand. Im Jahr 1991 wurde er Vorsitzender; ein Amt, das er bis heute innehat. Mitte der 90er Jahre kam eine Damenmannschaft hinzu und eine Tanzgruppe.

Beim Umbau des Sportheims setzte sich Eschenbecher als überaus fleißiger Arbeiter für die Maßnahme ein. Dazu verstand er es bestens, andere zur Mitarbeit zu motivieren. Aktuell arbeitet er rastlos am Neubau des Geräteschuppens. Als Mitinitiator der Spielegemeinschaft Waidhaus-Pfrentsch erreichte er den Zusammenschluss und sicherte dadurch den Spielbetrieb beider Vereine in der Liga.

Darüber hinaus wäscht und trocknet er die Trikots der Spielergemeinschaft. Zeitweise putzte er auch das Sportheim selbst. Er ist der Organisator für sämtliche Veranstaltungen im Vereinsjahr. Bei der Durchführung aller Arbeiten steht er immer an der ersten Stelle. Beim jährlichen Fisch- und Kirchweihessen ist er nicht nur Vereinswirt, sondern auch Koch. Er bereitet sämtliche Speisen zu.

Zur jährlichen Jahresschlussfeier lädt er die Gründungsmitglieder allesamt noch heute persönlich ein. Das ganze Jahr über pflegt er die Außenanlagen rund um das Sportheim, für die Bürgermeisterin „eine Vorzeige-Vereinsanlage“.

Eigentlich ist er immer auf dem Areal präsent, oft sieben Tage die Woche. Im Winter heizt er mehrmals täglich den Holzofen. Ist er bei einem Auswärtspiel einmal nicht dabei, so schürt er stattdessen daheim derweil den Grill an und verwöhnt die Spieler bei der Rückkehr mit Grillspezialitäten. Überhaupt verwöhnt er alle seine Spieler in einem hohen Maß und hat auch immer ein offenes Ohr. Er ist stets für sie da, wenn einer von ihnen Hilfe braucht. Für viele ist er nicht nur der Vereinsvorstand, sondern mehr – bis hin zum Trauzeugen.

Im Namen des Marktrats sagte Ewald Zetzl: „Du bist der SV, du lebst ihn. Du bist ein Pfrentscher, der diese Ehre verdient hat, wie kein anderer.“ Ergänzend erwähnte Zetzl Eschenbechers Einsatz zur Fortführung von Traditionen in seinem Heimatort und verschiedene Initiativen zur Wiederbelebung eingeschlafenen Brauchtums.

Sehr emotional fiel die Laudatio von Toni Preßl aus dem Kreise der Fußballspieler aus, die allesamt gekommen waren: „Das ist heute dein Tag, all die anderen Tage warst du immer für uns da.“

Eschenbecher resümierte, er habe mit seinen Mitstreitern und dem Rückhalt der Familie viel erreicht: "Die Früchte sind noch heute da. Es war eine schöne Zeit und es gibt schöne Erinnerungen. Ich habe nichts bereut.“

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