06.09.2021 - 13:19 Uhr
WaidhausOberpfalz

Verbotene Waffen im Auto versteckt

Die "Schnäppchen" aus Tschechien kamen bei der Bundespolizei gar nicht gut an. Die Beamten entdeckten bei einer Verkehrskontrolle bei Waidhaus verbotene Springmesser und einen Schlagstock in einem Fahrzeug.

Symbolbild
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Waffen und verbotene Gegenstände beschlagnahmen die Beamten der Bundespolizei aus Waidhaus nach eigenen Angaben normalerweise eher bei jüngeren Reisenden. Dass auch Ältere solche Straftaten nach dem Waffengesetz begehen, bewiesen zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 41 und 46 Jahren.

Bei der Durchsuchung eines Autos aus der südlichen Oberpfalz entdeckten die Beamten drei Springmesser, einen Schlagstock und einen Schlagring. Die vermeintlichen Schnäppchen vom tschechischen „Asia-Discounter“ wurden beschlagnahmt und die beiden Autoinsassen nach dem Waffengesetz angezeigt.

Außerdem kontrollierten die Bundespolizisten in einem Linienbus, der von Prag nach Zürich unterwegs war. Laut Polizeibericht stellten die Fahnder fest, dass eine Frau aus Tschechien vom Amtsgericht Zittau mit sogenanntem Sitzungshaftbefehl gesucht wurde. Die Beamten vollstreckten diesen Haftbefehl und führten die 31-Jährige dem Richter vor. Die Frau kam in die Justizvollzugsanstalt Regensburg.

In Freiheit verblieb ein Franzose, der sich ebenfalls im Fahndungsnetz der Bundespolizeiinspektion Waidhaus verfing. Die Staatsanwaltschaft Traunstein suchte den Mann mit Haftbefehl, weil er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 2700 Euro verurteilt worden war. Bisher hatte er die Summe noch nicht bezahlt. Diesmal half ihm jedoch ein Bekannter aus Frankreich, der das großzügig vorstreckte. So entging der 35-Jährige einer Ersatzfreiheitsstraße.

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Dieses Mini-Arsenal an Waffen vom Asiamarkt beschlagnahmten Fahnder der Waidhauser Bundespolizei bei zwei Oberpfälzern.
Info:

Was ist ein Sitzungshaftbefehl?

Um die Durchführung der Hauptverhandlung zu gewährleisten, kann das Gericht gegen den Angeklagten zunächst einen Vorführungsbefehl erlassen (§ 230 II Alt. 1 StPO). Das Gericht wird einen neuen Verhandlungstermin ansetzen und damit zusammenhängend anordnen, dass der Angeklagte zu diesem Termin von zu Hause abzuholen und zu Gericht zu bringen ist.

Wurde ein Vorführungsbefehl bereits erfolglos angeordnet oder erscheint dieser Befehl von vorneherein als aussichtslos, dann kann das Gericht einen Sitzungshaftbefehl gem. § 230 II Alt. 2 StPO erlassen. Dieser Sitzungshaftbefehl dient der Durchführung der Hauptverhandlung und wird von der Polizei vollstreckt.

 

 

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