In der Nacht zum Donnerstag überprüften Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus bei Grenzkontrollen an der A 6 einen 59-jährigen slowakischen Staatsbürger. Laut Bericht wollte der Mann als Fahrgast eines Fernreisebusses auf der Strecke Prag-Lyon nach Deutschland einreisen. "Die Überprüfung seiner Personalien im Fahndungssystem ergab mehrere Treffer", schreibt die Polizei.
Der Mann sei in Deutschland bereits mehrfach wegen Wohnungseinbruchsdiebstählen und eines Verkehrsdelikts verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth habe ihn schließlich vor vier Jahren wegen Wohnungseinbruchdiebstahls zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Als Folge habe das Amt für Migration und Integration in Nürnberg dem Mann die Freizügigkeit entzogen, im Jahr 2022 die Abschiebung in sein Heimatland angeordnet und ihm für einen Zeitraum von fünf Jahren den Aufenthalt und die Wiedereinreise nach Deutschland verboten.
Der Slowake wurde laut Bericht im April 2023 direkt aus der Haft abgeschoben. Fast gleichzeitig erließ die Staatsanwaltschaft München I gegen ihn einen Vollstreckungshaftbefehl für die Restfreiheitsstrafe von 357 Tagen, die er aus einer Verurteilung durch das Amtsgericht München noch absitzen muss. Als der Gesuchte nun erneut nach Deutschland einreisen wollte, verhafteten ihn die Bundespolizisten.
Wegen der versuchten unerlaubten Einreise entgegen eines bestehenden Einreiseverbotes leitete die Bundespolizeiinspektion Waidhaus zusätzlich ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann ein. Am Donnerstag haben ihn die Beamten in die Justizvollzugsanstalt Weiden eingeliefert. "Er muss seine restliche Haftstrafe in den nächsten Monaten verbüßen. Über eine erneute Abschiebung in sein Heimatland entscheidet die Ausländerbehörde", schreibt die Polizei abschließend.













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