04.12.2019 - 10:14 Uhr
WaidhausOberpfalz

Virtuelle Himmelsboten

Das Debüt des „Computerengels“ gelingt dem Nachwuchs der „Dorfbühne“. Der große Saal im Gemeindezentrum kann den Besucheransturm nicht aufnehmen.

Die Theaterpremiere des Nachwuchses mit dem Titel "Der Computerengel" profitiert von den vielen Gästen des Adventsmarkts und umgekehrt ist es genauso.
von Josef ForsterProfil

Unter Gesamtleitung von Jugend-Regisseurin Magdalena Mensch spielten Kinder und Erwachsene den sehenswerten Einakter "Der Computerengel". Alle Sitzplätze ringsum gingen schon frühzeitig weg, wie die sprichwörtlich „warmen Semmeln“. Dann staute es sich schnell an beiden Haupteingängen und überall wo noch Platz blieb, zwängten sich die Hereinströmenden hinein. Eine riesige Luftbildaufnahme vom Ortskern bildete das Bühnenbild.

Sabine Balk kam als Erste auf die Bühne und fragte ganz forsch: "He, ihr Leute da vor uns: Habt's ein bisserl Zeit? Dann horcht's einmal zu." Und dann ging es mitten hinein in die Geschichte mit dem himmlischen Chaos: Engel Anastasia (Sofie Krämer) hatte den ganzen himmlischen Ablauf auf Computer umgestellt unter dem Motto: "Was man nicht programmieren kann ist nicht 'in'". Dadurch herrschte nicht nur unter den Sternputzerengeln (Sina Klotz, Johanna Landgraf, Alexander Gilch, Chiara Klotz, Cassandra Pirschel) richtige Langweile. Und darüber hinaus, auch Sankt Petrus (Korbinian Grötsch) dachte daran, den bayrischen Himmel zu verlassen und zu seinen norddeutschen Kollegen auszuwandern.

Als die Engel allein mit dem Computer waren, ergriffen sie deshalb die Initiative zum Putsch. Dazu war allerhand technischer Aufwand geboten und allerhand köstlich ausformulierte Pannen ließen das Publikum kräftig lachen. Völlig anders stellte sich die Situation für den Nikolaus (Ludwig Grötsch) und den weihnachtlichen Ablauf dar. Denn der Himmelsbote hatte irgendwann bemerkt, dass er heuer Osterhasen ausgeliefert hatte. Bis zum Erzengel (Emma Schinabeck) drang das angerichtete Desaster durch. Doch der stellte fest: "Hauptsache, dass die Liebe zu den Anderen nicht zu kurz kommt."

Begleitet von CD stimmte die Laienspielschar abschließend mit allen Gästen ein in das "Feliz Navidad".

In seinen Dankesworten erwähnte Kleber besonders Bürgermeisterin Margit Kirzinger für die Überlassung des Gemeindezentrums. Um den reibungslosen Ablauf kümmerte sich Hardy Wamser als Techniker. Weitere Unterstützung kam durch Silvia und Josef Kleber bei der Regie und den Requisiten sowie von Angelika Gollwitzer und Mariele Balk. Brigitte Krämer fungierte, wie beim Abendtheater, auch hier als Soufleuse.

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