13.06.2019 - 11:29 Uhr
WaidhausOberpfalz

Vorbereitung auf Patrozinium

Die Waidhauser Dreifaltigkeitskirche hat seit 15 Jahren eine weitere Funktion. Als Autobahn- und Radwegkirche ist sie beliebter Anlaufpunkt. Das bevorstehende Patrozinium rückt deshalb nicht in den Hintergrund.

Die Waidhauser Autobahn- und Radwegekirche feiert am Sonntag Patrozinium. Nur wenige Wochen später gibt es mit dem 15-jährigen Bestehen als Autobahnkirche erneut Gelegenheit, zu feiern.
von Josef ForsterProfil

Die katholische Pfarrgemeinde feiert zum Dreifaltigkeitssonntag, 16. Juni, um 10 Uhr den Hauptgottesdienst des Patrozinumsfests der Autobahnkirche. Das neugotische Kleinod ist nicht nur die einzige Autobahnkirche der Oberpfalz, sondern ebenso offizielle Radwegkirche. Seit dieser Widmung vergeht kein Tag, ohne das Ortsfremde vorbeischauen und eintreten. Die ganztägige Öffnungszeit trägt dazu bei.

Das Gotteshaus wurde durch die ökumenische Nutzung zur jüngsten Simultankirche der Region. Neuartige Techniken legten bei der Innenrenovierung die feuchten Außenmauern trocken. Wärmeleitende Elektrodrähte verhindern inzwischen recht zuverlässig das Aufsteigen von Salpeter. Das Raumklima wurde angenehm, allerdings trägt der Verkehr weiterhin viel Lärm in den nur durch Einfachverglasung geschützten Innenraum.

Bestimmende Farbe des Altars ist Himmelblau. Statuen des heiligen Nepomuk und des heiligen Josef flankieren das Altarbild mit der Krönung Mariens. Es ähnelt stark seinem großen Vorbild auf dem Hochaltar der Dekanalkirche im böhmischen Bor. Lebensgroße Figuren der Apostel Petrus und Paulus übernehmen die Funktion der fehlenden Seitenaltäre. Die Kreuzwegstationen stammen von einer jungen Künstlerin aus Rumänien. Eine echte Ikone bringt die innige Verbindung zu den orthodoxen Christen Osteuropas zum Ausdruck. Gleiches gilt für den dreidimensionalen Stern der Herrnhuter Gemeinde hoch oben im Altarraum.

Zur Ausstattung der ersten Stunde zählt der neugotische Taufstein, der Besucher gleich unter der großen Holzempore im Eingangsbereich empfängt. In leuchtendem Englischrot präsentiert sich die Dreifaltigkeitskirche von außen. Der Dachreiter erhielt erst zur Jahrtausendwende an der ortszugewandten Seite eine Kirchturmuhr. Dort hängen zwei Glocken. Aus dem lange gehegten und erhofften Wunsch eines Zebrastreifens zu den neuen Parkplätzen ist bislang nichts geworden, jedoch gestaltete die Marktgemeinde die benachbarte Anlage um. Weiteren Parkraum im Fall eines größeren Besucheraufkommens stellen die angrenzende Tankstelle und der Discounter zur Verfügung.

Gefeiert wird nicht nur am Sonntag: In Kürze ist auch das 15-jährige Bestehen als Autobahnkirche. Der Trägerverein um die beiden Vorstandsvorsitzenden, Gunhild Stempel und Pfarrer Georg Hartl, möchte dieses Ereignis dankbar und feierlich begehen. So wird mit einem ökumenischen Festgottesdienst am Samstag, 13. Juli, 16 Uhr, das Fest zu dem kleinen Jubiläum eingeläutet. Anschließend geht es weiter auf dem Gelände der Nepomuk-Anlage, direkt gegenüber des Kirchleins.

Viele große Fenster lassen Licht in das neugotische Kleinod. Mit der Empore bietet das Gotteshaus knapp 150 Sitzplätze.
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