17.06.2020 - 11:57 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhaus: Kita-Erweiterung vor dem Startschuss

Die umfangreiche Erweiterung der Kindertagesstätte (Kita) „Sankt Emmeram“ beschäftigt den Marktrat in der Junisitzung. Übergangsregelungen betreffen auch das Raumkonzept.

Eine Auflassung der Schulstraße zwischen Kindergarten-Areal (rechts) und Nepomuk-Anlage (links) soll die für eine Erweiterung der Kita notwendigen Voraussetzungen schaffen.
von Josef ForsterProfil

Etliche Bauanträge bestimmten die erstmals in den Gemeindesaal verlegte Tagung. Zwei davon betrafen die Kommune als Eigentümerin. Beim ersten lag ein Antrag auf Nutzungsänderung eines Klassenzimmers im Schulgebäude zugrunde. Der mit 76 Quadratmetern übergroß dimensionierte Raum eigne sich bestens für eine vorübergehende Nutzung als Gruppenraum für die Kita, sagte Bürgermeister Markus Bauriedl. Aktuell werde dieses Klassenzimmer durch die Grundschule auch nicht mehr genutzt. Der Antrag gründe zudem in einem erhöhten Raumbedarf der Kita. Durch die Größe ließe sich ein so genannter Intensivraum mit 20 Quadratmetern in Trockenbauweise abtrennen. Bei einer ersten Prüfung habe sich gezeigt, dass die erforderlichen Fluchtwege vorhanden wären. Auch die bestehenden Sanitäranlagen ließen sich problemlos nutzen. Noch wichtiger war dem Bürgermeister die Erfüllung sämtlicher Brandschutzauflagen, was insbesondere durch zwei alternative Möglichkeiten gewährleistet sei. Einwände aus Reihen der Markträte gab es gegen das Vorhaben bei der Abstimmung keine.

Mit der Fortführung des Straßenbestand-Verzeichnisses beschloss das Gremium einmütig die Einziehung einer Teilstrecke der Schulstraße. Aus den Erklärungen von Bauriedl zeigte sich, dass auch hier die Erweiterungsmaßnahme der Kita grundlegend ist. Konkret handle es sich um das 28 Meter lange Teilstück zwischen Bahnhof- und Schulstraße. Aus der bislang zweifachen Einmündung werde künftig eine einzige. Erst dadurch könne die nötige Erweiterung der Grünanlage des Kita-Geländes erfolgen. Zuvor müsse jedoch das Karteiblatt für die im Bestandsverzeichnis als Gemeindestraße Nummer 9 geführte Straße berichtigt werden. Dabei gestaltete sich die Beschreibung der exakten Lage bald komplizierter, als es sich vor Ort zeigt. Künftig verblieben dann nur noch 240 Meter als Schulstraße in dem Verzeichnis. Abschließend ergänzte Bauriedl, dass als Baulastträger der Maßnahme die Marktgemeinde auftreten werde.

Weiter genehmigt der Marktrat einem Landwirt in Hagendorf den Anbau einer Hackschnitzel-Heizung und eines Hackschnitzel-Lagers an das in der Gemarkung Reinhardsrieth bestehende Garagen- und Nebengebäude. Gleiches galt für den beantragten Einbau einer identischen Anlage in eine bestehende landwirtschaftliche Bergehalle im Ortszentrum von Waidhaus.

Mit dem Hinweis auf eine gesicherte Erschließung im Dorfgebiet von Pfrentsch befürwortete das Gremium den Bauantrag über die Errichtung eines Balkons an einem bestehenden Wohnhaus. Zu einem Antrag auf Vorbescheid für den Abriss eines Wohngebäudes im Außenbereich wollte Zweiter Bürgermeister Josef Schmucker wissen, ob hier die Entscheidung des Landratsamtes letztlich den Ausschlag geben werde, da eine landwirtschaftliche Nutzung grundlegend sei. Dies bestätigte ihm Bürgermeister Bauriedl. Der Marktrat erteilte dem Vorhaben zur anschließenden Errichtung eines neuen Wohnhauses und einer landwirtschaftlichen Garage mit Heizraum daraufhin analog aller anderen Vorhaben die geschlossene Zustimmung.

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