Waidhaus
15.09.2026 - 12:34 Uhr

Waidhaus packt Nahwärmeversorgung an

Das Thema Nahwärmeversorgung beschäftigt den Marktgemeinderat schon seit über einem Jahr. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Der Markt Waidhaus steht in den Startlöchern für die Nahwärmeversorgung. Bild: Josef Pilfusek
Der Markt Waidhaus steht in den Startlöchern für die Nahwärmeversorgung.

Ende gut, alles gut? In Sachen Nahwärmeversorgung sieht es in Waidhaus jedenfalls danach aus. Bürgermeister Markus Bauriedl sagte, dass zwar einige Interessenten vom Anschluss an ein Nahwärmenetz zurückgetreten seien, inzwischen aber aufgrund der intensiven Untersuchungen und wirtschaftlichen Neubewertung durch die PlanProjekt Nordoberpfalz GmbH in Parkstein ein durchdachtes Konzept vorliege.

Absprung von Anschlussnehmern

Der Geschäftsführer Holger Schiffmann erläuterte dies in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montag im Detail. Er blickte auf die erste Besprechung am 15. April 2025 zurück und sprach von damals 28 Interessenten für einen Anschluss. Den Leistungsbedarf bezifferte er auf 530 Kilowatt. Nach der Häuserschau im Mai und Juni 2025 seien bereits einige abgesprungen.

Das habe sich dann nach und nach so weiterentwickelt. Neben der Verbesserung des Nahwärmenetzes ließ Schiffmann wissen, „dass es am 20. Juli 2026 nur noch 21 Anschlussnehmer waren“. „Wir haben in alle Richtungen gedacht“, sagte er, um herstellerunabhängig und damit kostengünstig zu bleiben. Den jährlichen Hackschnitzelbedarf bezifferte der Planer auf rund 870 Schüttmeter.

Als Beginn der Tiefbauarbeiten nannte Schiffmann Frühjahr 2027. Die Inbetriebnahme könnte dann im darauffolgenden Herbst erfolgen. Am Ende stimmten alle für die vorgelegte Planung. Das galt auch für den entsprechenden Förderantrag.

Neue Funkübertragungsstation

Für die Netzabdeckung sei laut Bürgermeister die Errichtung einer Funkübertragungsstation mit einem Stahlgittermast an der A 6 erforderlich. „Es handelt sich eventuell um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich“, sagte er und wies auf die gesicherte Erschließung hin. Daher erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen.

Die Satzung zur Einführung einer Pflicht zum Nachweis von Stellplätzen für Autos und Fahrräder geht laut Bauriedl auf eine Änderung der Bayerischen Bauordnung zum 1. Oktober 2025 zurück. „Die Gemeinde entscheidet“, betonte er in Bezug auf die kommunale Selbstverwaltung. Der Bürgermeister schätzte die Kosten für einen Stellplatz auf 4.000 Euro. Auf Vorschlag des Dritten Bürgermeisters Josef Schmucker (UWG) einigten sich die Ratsmitglieder schließlich auf 3.500 Euro.

Verkehrsüberwachung kommt

Das Kommunalgremium war sich auch einig über den Abschluss einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach für die „Verkehrsüberwachung Oberpfalz Mitte“. Laut Bauriedl solle damit vorerst die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überwacht werden.

„Der Zuwendungsantrag für den Bau des Fahrradwegs nach Pfrentsch ist gestellt“, antwortete Bauriedl auf die entsprechende Frage von Ewald Zetzl (CSU). „Wenn der Bescheid vorliegt, können die Ausschreibungen erfolgen.“

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