20.10.2020 - 12:04 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhauser Bürgermeister schwärmt von Ganztagsschule

Eine offene Ganztagsschule gönnt sich die Marktgemeinde seit dem Beginn des neuen Schuljahres. Die Nachfrage übertrifft alle Erwartungen. Es besteht Handlungsbedarf.

In der harmonischen Zusammenarbeit von Schule, Marktgemeinde und gsi sehen Rektor Edgar Hanner und Bürgermeister Markus Bauriedl (hinten, von links) mit Gfi-Geschäftsführerin Martina Weiß (rechts) das Erfolgsrezept der ersten offenen Ganztagsschule im Grenzmarkt.
von Josef ForsterProfil

Nach Jahren des Rückgangs und teils gespenstischer Ruhe ist neues Leben im Schulgebäude eingekehrt. Ab dem frühen Morgen bis weit in den Nachmittag hinein bestimmen Unterricht und Betreuung inzwischen den Schulalltags. Bürgermeister Markus Bauriedl spricht von einer „Erfolgsgeschichte".

Noch im alten Schuljahr stellte die Kindertagesstätte St. Emmeram die gewünschte Hausaufgaben-Betreuung zur Verfügung. Doch längst reichen die Räume dafür nicht mehr, für Schulkinder ist kein Platz mehr.

Mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (Gfi) aus Weiden hat die Gemeinde in kürzester Zeit eine Partnerin für die neuen Aufgaben gefunden werden. Rektor Edgar Hanner und Bürgermeister Bauriedl sprechen von „höchstem Niveau“ und „guten Erfahrungen“.

Rektor Hanner würdigte, dass der Markt die Langgruppe auch ohne staatliche Zuschüsse finanziert. So kann Waidhaus den individuellen Bedürfnissen der Eltern gerecht werden. In der Langgruppe schließt sich nach dem Mittagessen die Hausaufgabenzeit an.

Dabei startete das Ganze zunächst sehr verhalten. In einem regen Austausch mit den Familien während der Sommermonate rechnete die Marktgemeinde zunächst mit fünf bis sechs Schülern. Daraus erwuchsen die Gedanken für eine Kurzgruppe bis 13 oder 14 Uhr und einer Langgruppe bis 16 Uhr, in denen Schulkinder nach dem Unterricht betreut werden. Wenige Wochen nach dem Start nehmen momentan 26 der 50 Kinder das neue Angebot wahr.

So laufen mittlerweile zwei Kurz- und eine Langgruppe. Für letztere kann die Kommune zwar mit einer Förderung bis zu 10000 Euro rechnen. Jedoch ergaben erste Berechnungen notwendige Ausgaben von 15000 Euro. Eine Deckelung oder Einführung einer Obergrenze ist weder für die Marktgemeinde noch den Marktrat ein Thema. Daraus resultierend hat die Verwaltung bei der Regierung nun nochmals eine zusätzliche Gruppe beantragt.

Aktuell bleiben 5847 Euro an der Gemeinde hängen. Doch möglich wird damit im Gegenzug eine Aufstockung von 26 auf 44 Kinder. „Unser Ziel wäre nächstes Jahr eine kurze, vielleicht sogar wieder zwei Kurzgruppen und eine Langgruppe“, sagt Bauriedl.

Dazu erwähnte Bauriedl die ergänzende Nutzung des Dienstes von drei Kindern der Mittelschule Pleystein. Freilich handle es sich dabei um Schüler aus dem Waidhauser Gemeindebereich, die das Angebot bis 16 Uhr in Anspruch nehmen. Alle Kinder können ein Mittagsessen zu sich nehmen, das im Seniorenhaus "Im Naturparkland“ zubereitet wird.

„Ortstechnisch haut es hin“, sagt Marktrat Josef Kleber. Bürgermeister Bauriedl ergänzt: „Von diesem Platzangebot schwärmen alle Beteiligten. Das läuft hervorragend.“ Nun stünden neben der neu eingerichteten Küche auch Hausaufgaben- und Bewegungsraum zur Verfügung. Dazu kommen ein mit Tischkickern ausgestatteter Vorraum, die Turnhalle und der Außenbereich. So kommen auch Spiel und Freizeit nicht zu kurz. Aber auch Basteln und Gestalten ist Bestandteil des pädagogischen Konzepts, informierte Gfi-Geschäftsführerin Martina Weiß. Hierfür würde sogar noch Betreuungspersonal gesucht.

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