Waidhaus
13.10.2026 - 16:09 Uhr

Waidhauser Feuerwehr beantragt Mehrzweckfahrzeug

Finanzielle Herausforderungen prägen die Entscheidungen in Waidhaus. Die Feuerwehr beantragt ein neues Mehrzweckfahrzeug, doch der Gemeinderat diskutiert Kosten und Alternativen.

Die Gemeinden stehen allgemein vor finanziellen Herausforderungen. In Waidhaus ist das nicht anders. Die Zeiten gefüllter Kassen sind vorbei, sodass vor jeder Investition die Frage steht: Können wir uns das leisten? Das gilt auch für den Antrag der Feuerwehr Waidhaus auf ein neues Mehrzweckfahrzeug.

Bürgermeister Markus Bauriedl zitierte in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montag aus dem Antrag der Feuerwehr. Der derzeitige Mannschaftstransportwagen, Baujahr 1999, entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen und eine Instandsetzung sei nicht wirtschaftlich.

Kosten bis 180.000 Euro

Die Neuanschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) befürworte auch die Landkreisführung mit Kreisbrandrat Marco Saller. Als Kosten für ein entsprechendes Allradfahrzeug nannte der Rathauschef 140.000 bis 180.000 Euro. Die Festbetragsförderung bezifferte er auf 23.400 Euro.

Josef Schmucker von der UWG meinte, das Thema solle in die Haushaltsberatungen verschoben werden. „Wir müssen auch auf die Finanzen schauen“, sagte der dritte Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass die Aufgaben im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Gemeinde erfüllt werden müssten. Außerdem sprach er mögliche Einsparungen an.

Feuerwehr für die Zukunft ausrichten

Vera Stahl sagte, die Feuerwehr solle strategisch für die Zukunft ausgerichtet werden. Die Sprecherin der SPD-Fraktion, selbst ein aktives Mitglied der Wehr, betonte die vielseitigen Aufgaben der Feuerwehr. Neben dem Brandschutz gehöre dazu auch die Verkehrsabsicherung, zum Beispiel auf der A6. Sie sei von der Notwendigkeit eines Fahrzeugs mit entsprechender Ausstattung überzeugt und fügte hinzu: „Wir wissen, dass diese teuer ist.“

Stahl war sich der Leistungsfähigkeit der Gemeinde bewusst und schlug vor, sich in einer Runde zusammenzusetzen und Fahrzeuge anderer Feuerwehren anzuschauen. Ewald Zetzl (CSU) hielt eine Besprechung mit dem Kreisbrandrat ebenfalls für sinnvoll. Zweite Bürgermeisterin Nicole Hoch (CSU) brachte ein eventuell gebrauchtes Fahrzeug ins Gespräch, während Daniel Grötsch (UWG) auf den schlechten Zustand des aktuellen Mannschaftstransportwagens hinwies. Am Ende stimmten alle dafür, den Antrag in die Haushaltsberatungen aufzunehmen.

Keine weiteren Flächen für Windkraftanlagen

Einig war sich der Marktgemeinderat, bei der Teilfortschreibung des Regionalplans für Windkraftanlagen keine weiteren Flächen zu melden. Laut Bauriedl habe der Regionale Planungsverband Oberpfalz-Nord darauf hingewiesen, dass die Aufnahme neuer Gebiete auf freiwilliger Basis erfolge.

„Für alle Mitgliedsgemeinden sollen einheitliche Ortseingangsschilder angeschafft werden“, zitierte der Bürgermeister die Bitte der Integrierten Ländlichen Entwicklung Oberpfälzer Wald. Die Kosten für die vier Schilder für Waidhaus mit dem ILE-Logo bezifferte er auf 3.504,64 Euro. „Die Deckung ist mit Restmitteln aus dem Haushalt gewährleistet“, sagte er.

„Wir haben so viele Schilder an den Ortseingängen“, argumentierte Vera Stahl. „Ich bin nicht dafür.“ Für „nicht unbedingt notwendig“ hielt das auch Josef Schmucker. Dagegen sprach Maria Reichenberger-Hösl (CSU) von einem Zusammengehörigkeitsgefühl und befürwortete deshalb die Anschaffung. Mit Stahls Veto stimmte das Kommunalgremium schließlich zu.

Laut Schmucker wird vor allem morgens in Waidhaus viel zu schnell gefahren. Der dritte Bürgermeister – „ich bin von mehreren Leuten angesprochen worden“ – konnte sich daher ein Tempolimit von 30 km/h im Ort vorstellen. Auch Dr. Johannes Kaiser (WLP) sprach von Geschwindigkeitsüberschreitungen in Pfrentsch. „Wir nehmen es für die neue Verkehrsüberwachung auf“, versicherte Bauriedl.

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