01.10.2020 - 11:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhauser Freizeitanlage braucht Hygiene- und Sicherheitskonzept

An sonnige Badetage in den kommenden Wochen denkt niemand mehr. Die erstmalige Befüllung des Naturbadesees in der „Bäckeröd“ hat andere Gründe.

Für badefreie Tage fordern die Behörden nun eine strikte Abriegelung des Vitalparks (im Vordergrund) zu den Badebecken (im Hintergrund) der Freizeitanlage "Bäckeröd"
von Josef ForsterProfil

Wie neu präsentiert sich das großzügig bemessene Areal der Freizeitanlage „Bäckeröd“ nach dem abgeschlossenen Einbau einer Überlaufrinne. Die aufgebrochenen Flächen sind längst ergrünt, und die Corona-Zwangspause verschaffte der Einrichtung eine ungeahnte Erholungsphase. Josef Kleber hatte eine Anfrage zum Sachstand an die Marktverwaltung gerichtet, ob "die superteure Maßnahme" auch Wirkung zeige. Bürgermeister Markus Bauriedl musste in in der Marktratssitzung jedoch vertrösten. Noch ist die Maßnahme nicht abgeschlossen und der erforderliche Test zur Messung der Durchströmungs-Verhältnisse habe noch nicht stattfinden können.

Öffnung 2021 geplant

„Es hängt noch an der Fachfirma Kempe, da die neue Bechlorungsanlage noch in Arbeit ist“, begründete das Marktoberhaupt. Im Oktober sei der Versuch unter Beteiligung der Gesundheitsbehörden vorgesehen. Derweil fülle Anlagenwart Albrecht Müller die Becken kontrolliert. Allein diese Maßnahme nehme 14 Tage in Anspruch. Die Marktverwaltung plane fest mit einer Öffnung im kommenden Jahr, ließ Bauriedl wissen.

Zugleich erwähnte er jüngst an die Kommune gestellte Forderungen. Neben erfolgreichen Durchströmungsverhältnissen würden weitere Voraussetzungen gefordert. So müsse ein fundiertes Hygienekonzept auf die Beine gestellt werden; ebenso ein Infektionsschutzkonzept. Dem nicht genug werde nun auch noch ein umfassendes Sicherheitskonzept gefordert. Verlangt würde beispielsweise die hermetische Abriegelung der Wasserflächen außerhalb des Badebetriebs, wenn die Anlage zur Nutzung des Vitalsparks oder der Spielplätze geöffnet wäre. Am 5. November werde sich der Hauptverwaltungsausschuss in einer Sondersitzung mit dem Thema beschäftigen. Erika Grötsch plädierte für Ehrenamtliche der Wasserwacht, die als Minijobber über die Marktgemeinde beschäftigt werden könnten.

Einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung finden Sie hier

Waidhaus

Zur Sprache kamen auch die jüngsten personellen Veränderungen im Rathaus. Die bisherige Bürgermeistersekretärin Theresa Schmidt wechselte als Vollzeitkraft in die Kasse und ist dort ergänzend für die Abfallwirtschaft und Gastschulverhältnisse zuständig. Neue Sekretärin mit 25 Wochenstunden ist Silke Fürtsch. Die entsprechende Änderung des Personalbesetzungsplans der Marktgemeinde durchlief einstimmig den Marktrat.

Geschlossen stimmte das Gremium ebenso für die Bestellung von Kämmerer Karl Schmid als neuen Datenschutzbeauftragten vor Ort im Rathaus und von Bauamtsleiter Christian Meier als Informations-Sicherheits-Beauftragten.

Als „erfreulich“ bezeichnete Bürgermeister Bauriedl die Wiederöffnung der Schulturnhalle für die Vereine, für die Kurse der Volkshochschule und für sonstige Nutzer. Ebenfalls positiv sah der Rathauschef die aktuelle Entwicklung bei der kommunal beauftragten Verkehrsüberwachung. Während manche Einwohner diese Thematik unter der Rubrik „Schildbürgerstreich“ sähen, stehe erstmalig ein Plus in der Bilanz. Freilich sei es bislang immer ein Zuschussprojekt gewesen, doch nun gebe es eine Rückvergütung in die Gemeindekasse von knapp 100 Euro. Ursache sei der Anstieg der Bußgelder, die gegenüber den gebuchten Stundenpauschalen ein „Mehr“ ergeben hätten.

Anträge für Solaranlagen auf Halde

Noch keine Antwort gebe es aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium zur beabsichtigten Förderung von privaten Sonnenstromanlagen auf Dächern. Deshalb seien die bislang eingegangenen Anträge alle auf Halde und würden gesammelt. Für 19. November kündigte Bauriedl eine Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses zum Thema Friedhof an und für 26. November die erste Sitzung des Finanzausschusses zur Beratung des Haushalts 2021.

Weil die Bauhofmitarbeiter während der heißen Tage dieses Jahres öfters nur in T-Shirts gearbeitet hätten, bat zweiter Bürgermeister Josef Schmucker um Prüfung einer durch die Marktgemeinde gestellten Arbeitskleidung. Auch für die vorhandene Sicherheitskleidung forderte er das nachträgliche Anbringen eines Aufdrucks mit dem Schriftzug „Bauhof Gemeinde Waidhaus“. Marktrat Ewald Zetzl brachte abschließend die fehlende Straßenbeleuchtung in der Nähe der Bebauung am „Alten Grenzübergang“ zur Sprache.

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