04.10.2019 - 09:37 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhauser freuen sich auf Ende der Einspurigkeit

Die Baustelle auf der Autobahn-Ortsumgehung neigt sich dem Ende entgegen. Eine Waidhauser Markträtin ist arg enttäuscht.

Die Arbeiten auf der Autobahn sind bald abgeschlossen. Mit einer Verkehrsfreigabe kann in wenigen Tagen gerechnet werden.
von Josef ForsterProfil

Seit Ende August steht dem Verkehr auf der A 6 zwischen der Grenzbrücke und dem Parkplatz „Ulrichsberg“ in beiden Fahrtrichtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Autobahndirektion Nordbayern lässt rund um Waidhaus eine Erneuerung der Fahrbahndecke mit Kosten von rund 6 Millionen Euro durchführen. Die Deckenerneuerung wurde wegen erheblicher Schäden an der über 20 Jahre alten Fahrbahndecke in Angriff genommen.

Im Rahmen der Maßnahme frästen die beauftragten Unternehmen rund 50 000 Quadratmeter Asphalt ab und bauten über 18 000 Tonnen neues Asphaltmischgut ein. Außerdem erfolgte eine Brückensanierung und die Erneuerung der Randbefestigungen. Die Asphaltierung ist mittlerweile abgeschlossen und die Anbindung Eslarn-Waidhaus wieder beidseits benutzbar. In wenigen Tagen kann mit einer kompletten Verkehrsfreigabe ohne weitere Behinderungen gerechnet werden.

Monika Zeitler-Kals (SPD) wollte in der Marktratssitzung von der Verwaltung wissen: „Wie wird es mit der südlichen Fahrbahn?“ Antwort erhielt sie von Bürgermeisterin Margit Kirzinger: „Der von dir empfohlene und gewünschte Flüsterbelag wurde wegen fehlender Fördergelder abgelehnt.“ Dennoch sei Kirzinger auf Anfrage eine „deutliche Lärmreduzierung durch den neuen Belag“ bestätigt worden.

Bereits Ende August hatte die Autobahndirektion Nordbayern mitgeteilt, dass „zwischen der Anschlussstelle Pleystein und der Bundesgrenze nach Tschechien die Fahrbahndecke nur in Fahrtrichtung Nürnberg erneut wird“. Eine Erneuerung der in Beton ausgeführten südlichen Fahrbahn ist im Zuge der aktuellen Maßnahme nicht vorgesehen und auch in absehbarer Zeit nicht geplant. Gerade aber „das deutlich hörbare Rollen und Rumpeln über die kurz aufeinanderfolgenden Betonplatten“ hätte Zeitler-Kals gerne bereinigt gesehen.

Einen fehlerhaften Straßenbelag an anderer Stelle brachte auch Vera Stahl (SPD) zur Sprache. In Reinhardsrieth sei es bei der Abzweigung zum Wasserhäuschen durch Bodenbewegungen zu Schäden im Asphalt gekommen. Dies bestätigte ihr postwendend Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl und sagte: „Das müssen wir nächstes Jahr in den Haushalt mit aufnehmen.“ Als Ursache sah Thomas Glaser (SPD) die angrenzenden Bäume und darin eine „richtige Gefahrenstelle“.

In einer weiteren Aussage lobte Stahl die Überarbeitung der Infotafel in der Nepomukanlage. Kritik gab es dagegen von Ewald Zetzl wegen „zu hoch stehender Disteln“ in Pfrentsch: „Das ist wirklich kein schönes Bild.“ Außerdem monierte der CSU-Marktrat „weitere Stellen im Ortsbereich, die gemäht werden sollten“. Dann berichtete Zeitler-Kals von einem Baum in der Leonhard-Gollwitzer-Straße, der umgefahren worden sei. Kirzinger wusste davon und informierte von einem "Aufrichten noch am gleichen Tag“. Auch sei die Rinde „mit Wundpflaster versorgt“ worden. Ergänzend ließ sie wissen, dass die beiden abgestorbenen Bäume beim Supermarkt in der Eslarner Straße ausgetauscht würden.

Dann vermisste Zeitler-Kals die im Frühjahr angekündigte Ausbesserung des Marktplatzes bei der Einmündung in die Frankenreuther Straße. „Das ist für heuer noch angedacht“, antwortete ihr die Bürgermeisterin. Darauf bat die Markträtin um Auskunft, wie die Gemeindeverwaltung beim Rückschnitt von überhängenden Hecken verfahre: „Wie oft wird hier bei den Grundstücksbesitzern angemahnt und wann kann die Gemeinde selbst tätig werden und die Kosten dann in Rechnung stellen?“ „Das ist im Ermessen der Gemeinde“ und kommt darauf an, ob Gefahr im Verzuge ist", antwortete ihr Wilka-Dierl, mit dem Nachsatz: „Aber soweit kommt es meistens nicht.“

Fehlende Brauchwasserstellen:

Das Fehlen von Brauchwasserstellen im gesamten Marktgemeindebereich brachte zweiter Bürgermeisterin Markus Bauriedl auf den Tisch: „In anderen Gemeinden bestehen solche Entnahmepunkte, etwa zum Gartengießen.“ Kirzinger begründete die Einrichtung in manchen Gemeinden mit dem Hinweis auf vom Netz genommene Wasserversorgungen nach einem Anschluss an die Steinwaldgruppe: „Dieses Wasser wird keinen Proben mehr unterzogen und dort sind auch keine Zähler angebracht. Das ist ein blanker Bürgerservice und kostet den Bürger nichts“. Für Waidhaus beurteilte sie das Einrichten eines solchen Service als „schwierig, weil wir das nur in Pfrentsch und in Reichenau haben.“ In anderen Gemeinden wäre diese Möglichkeit zudem meist nur deswegen entstanden, weil Landwirte die Hydranten angezapft hätten: „So etwas war bei uns aber noch nie der Fall.“

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