01.02.2019 - 08:20 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhauser Räte wie vom Blitz getroffen

Versicherungen fordern binnen kürzester Zeit neue Blitzschutzanlagen. Es gibt nur ein einziges Angebot und die Gesamtkosten sind nicht absehbar.

Die Brücke über den Raunetbach bei Ödkührieth erhält in Kürze ein neues Geländer. Der Marktrat beauftragte den ortsansässigen Metallbauer Konrad Zetzl mit der Fertigung.
von Josef ForsterProfil

Nur noch bis 30. Juni laufe die Frist für die Erneuerung der Anlagen. "Es pressiert also", sagte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Die Gemeinde habe verschiedene Anbieter angeschrieben, aber nur ein einziges Angebot bekommen.

Die Rathauschefin listete die von der Firma Blitzschutz Agri & Häffner OHG aus Weiden genannten Beträge auf: Für das Rathaus laute das Angebot 9514 Euro, für das ehemalige Schulhaus in Hagendorf auf 7917 Euro, für das Schützenhaus in Reichenau auf 2675 Euro und für den Hochbehälter bei Hagendorf auf 2500 Euro. Mit den Kosten von insgesamt 22 607 Euro sei es aber noch nicht getan. "Das ist eine Riesensumme. Aber wird sind einfach dazu verpflichtet. Wir können das Risiko nicht eingehen", sagte Kirzinger.

Georg Kleber (Pfrentscher Liste) wusste bereits, dass für den Aufbau vor allem das Rathaus komplett eingerüstet werden müsse: "Das kostet noch mal so viel." SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug wollte die horrenden Kosten nicht hinnehmen und hakte nach: "Gibt es da keine andere Möglichkeit?" Er wollte auch wissen, ob die erforderliche Spezialbefestigung für diese besondere Dachhaut im Kostenvoranschlag berücksichtigt sei.

Noch mehr Befürchtungen äußerte sein Kollege von der UWG/PL-Fraktion, Josef Schmucker: "Dieses Dach aus Blechtafeln ist nicht einfach so begehbar. Ein falscher Tritt und ein Loch entsteht. Da wird uns ein Gerüst nicht viel helfen."

Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl unterbrach die Diskussion noch mit einer weiteren Ergänzung: "Das war nur der äußere Blitzschutz. Im Februar kommt der innere auf die Tagesordnung." Weil die Kosten vielen Marktratsmitgliedern inzwischen unwägbar schienen, mehrten sich die Stimmen für eine Verschiebung des Beschlusses.

Doch die Bürgermeisterin forderte vehement: "Uns läuft ja auch irgendwo die Zeit davon." Sie forderte das Gremium unmissverständlich zu einer Abstimmung der Vergabe auf und sicherte im Gegenzug eine Besprechung der aufgeworfenen Punkte mit dem Anbieter zu, "weil wir solche Unwägbarkeiten unbedingt vermeiden wollen". Die Markträte beugten sich diesem Vorschlag einstimmig. Sanierung des Geländers

Im Anschluss hatten die Ratsherren mehr als nur ein Angebot vorliegen: Für eine seit längerem im Raume stehende Erneuerung des Brückengeländers im Ortsteil Ödkührieth hatten sich drei Firmen beworben. Die Wahl fiel auf eine verzinkte Ausführung ohne Montage durch die Firma Zerspannungstechnik Waidhaus von Konrad Zetzl mit einer Summe von 3718 Euro brutto. Die Montage legten die Markträte in die Hände der Mitarbeiter des Bauhofs. Kein Verkauf von Brennholz

Für den Körperschaftswald der Marktgemeinde lag die Jahresplanung vor. Heuer seien nur geringe Arbeiten vorgesehen und auch kein Verkauf von Brennholz, informierte die Bürgermeisterin. An Beträgen würden deshalb lediglich 339 Euro für Pflegemaßnahmen und 200 Euro für Unvorhergesehens eingeplant. Gegenstimmen gab es keine.

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