07.04.2019 - 15:56 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waldverein erhöht Beitrag

Zum 97. Mal hält der OWV Jahreshauptversammlung. Das sich ankündigende große Jubiläum ist aber im Vereinslokal „Pfälzer Hof“ noch kein Thema.

Vier langjährige Helfer ehrte der OWV Waidhaus: Vorsitzenden Detlef König (links), Schriftführerin Gerlinde König (sitzend, Zweite von links), Markierungswart Reinhard Werner (stehend, Fünfter von links) und den Vogelschutzwart Heinz Spachtholz (stehend, Fünfter von rechts).
von Josef ForsterProfil

2018 traten dem Oberpfälzer Waldverein die Ehepaare Hochwart und Hösl bei. Der Mitgliederstatistik brachte dies nur eine geringe Entlastung, weil zum Jahresende die Auflösung der Kinder- und Jugendgruppe zu verkraften war. Den Eltern wurde freigestellt, ihre Kinder im OWV zu belassen oder die Mitgliedschaft zu kündigen. Daraufhin wurden acht Kinder und Jugendliche abgemeldet.

Das Interesse am Vereinsgeschehen ist dagegen ungebrochen. Zu den acht Monatsversammlungen kamen insgesamt 209 Mitglieder, das ist ein Schnitt von 26. Da der Hauptverein den Beitrag pro Mitglied um 50 Cent auf 3 Euro ab Jahresbeginn angehoben hat und die Mitgliederzahl weiter sinkt und auch weiter sinken wird, die Ausgaben aber nicht weniger werden, schlug Vorsitzender Detlef König eine Beitragserhöhung von zwei Euro ab 2019 vor. "Damit sind wir immer noch einer der billigsten Vereine im Ort mit einem Monatsbeitrag von einem Euro."

Gegen den neuen Jahresbeitrag von zwölf anstatt zehn Euro ab 2020 gab es keine Einwände der Mitglieder. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt bei 298 Personen, jedoch mit einem Durchschnittsalter von 65,6 Jahren.

Den Jahresrückblick für 2018 durch Schriftführerin Gerlinde König gab es nicht nur mündlich. Die neue Chronik besteht aus 116 Seiten. 26 Hefte wurden gedruckt, das ergibt eine Gesamtzahl von 3770 Seiten. Seit 2006 erstellt König diese außergewöhnliche Form des Jahresrückblicks. "Seit 2008 betreue ich auch unsere Homepage. Beides zusammen benötigt schon eine Anzahl von Stunden."

Nach einem ruhigen Winter begann zum Monatsbeginn die Arbeit der Wege- und Markierungswarte im Frühling wieder. Seit einem Jahr kann Vorsitzender König als Wege- und Markierungswart endlich auf die Unterstützung von Reinhard Werner zählen. Leider gibt es auch in Waidhaus kleine oder große Rowdys. Mehrmals wurden in gewissen Abständen der Holztrog des Karlsbrunnens umgedreht und frisch angebrachte Markierungszeichen von den Bäumen gerissen. Diese Aktionen fanden nicht in der Urlaubs- und Ferienzeit statt. "Worauf lässt das nun schließen?", schaute der Vorsitzende fragend in die Runde.

Die Wege- und Markierungswarte machen diese Arbeiten ehrenamtlich, damit sich Wanderer und Urlaubsgäste nicht verlaufen. Das Duo hat im Jahr rund 80 Kilometer Wanderwege zu betreuen. Die Arbeit ist nicht immer leicht. "Denkt mal darüber nach, bevor man wieder solche ,Scherze' mit uns macht."

Für heuer steht das Arbeitsprogramm. Vorrangig wird der Wanderweg Reichenau-Reinhardsrieth-Reichenau komplett neu markiert. Alle anderen Touren sind in bester Ordnung, müssen aber trotzdem kontrolliert werden. Zudem beteiligt sich der Zweigverein an den Arbeiten des Glasschleiferwegs, da dieser zertifiziert werden soll. Markus Eigenberger hat aus Holz ein neues Schild für den Jägerbrunnen gefertigt und gestiftet. Seit über 40 Jahren betreut Vogelschutzwart Heinz Spachtholz 70 Nistkästen, 7 Fledermauskästen und 2 Futterstellen.

Naturschutzbeauftragter Michael Balk referierte umfassend über die Waldameisen als "Gesundheitspolizei des Waldes". Über das letzte Jahr der nun aufgelösten Kinder- und Jugendgruppe erstattete Jugendbeauftragte Ute Stich einen informativen Bericht.

Markus Eigenberger schnitzte aus Holz ein neues Schild für den Jägerbrunnen, der mitten zwischen dem Pleysteiner und Waidhauser Sulzberg liegt.
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