Der Dufthang ist um einen weiteren Blickfang reicher. Eine gebührende Umrahmung durch Feldmesse, historische Gruppen und Musik begleitete die Einweihung des „Meilensteins der Geschichte“ zum 400. Jahrestag des "Waidhauser Friedens". Die gewandeten Mitglieder des Weydhauser Fähnleins und von der Amberger Schloßwache verwiesen in jene historische Epoche.
In der nunmehr 874 Jahre währenden Geschichte von Waidhaus habe der Ort einen eigenen Charakter gewonnen, wie Ortsseelsorger Pfarrer Georg Hartl sagt und auf die gewachsene „Gastfreundschaft in diesem Straßenort“ einging. Darüber hinaus kam auch die Eigenart als Grenzort zur Sprache: „Wer hätte da gedacht, dass nach Jahrhunderten voller Kriege wieder Menschen flüchten und um Gastfreundschaft bitten müssen.“ Im gewählten Standort für die Feldmesse sah der Ortsseelsorger vor dem Eingang zum Wirtshaus „Pfälzer Hof“ ein „ganz historisches Pflaster“. Das Vereinsorchester um Leiter Hermann Mack feierte den Gottesdienst unter freiem Himmel musikalisch mit.
Bei der Einweihung des „Meilensteins“ mit seinem besonderen Doppelgänger übernahm Bürgermeister Markus Bauriedl die Festansprache. Die Worte seines Rozvadover Kollegen Martin Abel aus der Waidhauser Partner- und Nachbargemeinde übersetzte Martina Klimpel. Dabei dankte der tschechische Bürgermeister für die im kommenden Jahr bereits 30 Jahre währende Zusammenarbeit. Die Gemeinde Rozvadov hätte zwar zunächst von einer Jubiläumsfeier zum 400. Jahrestag Abstand nehmen wollen. Kunsthandwerker und Schmied Rudolf Ivonic habe jedoch nicht eher nachgegeben.
Abels Dank ging an seinen Waidhauser Bürgermeisterkollegen für die Organisation mitsamt den Zuschussanträgen für die beiden „Meilensteine“. Außerdem brachte er eine interessante Neuigkeit aus Tschechien mit. Im Nachbarland seien die Planungen für einen Anschluss an den „Bockl-Radweg“ weit vorangeschritten. Über den „Alten Grenzübergang“ an der „Waidhauser Landstraße“ entlang soll es bald eine komfortable Neubaustrecke geben.
Für Rozvadov lag bereits ein Zwillingsstein mit identischem Motiv bereit. Allerdings werden sich die aus dem Stein herausgearbeiteten Musketiere einst einander anblicken. Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger sah in den beiden Steinen ein Zeichen von guter Zusammenarbeit und Nachbarschaft. „Nicht nur die Einheimischen werden dadurch an die lokale Geschichte erinnert, sondern auch interessierte Gäste, die uns besuchen.“
Auf die monatelang währenden Kämpfe der bis zu 25.000 Menschen zählenden gegnerischen Truppen als historische Grundlage ging Ortsheimatpfleger Andreas Ringholz ein. So sollten die Meilensteine nicht nur als Denkmal, sondern auch als Mahnmal gesehen werden. Der Standort sei bewusst gewählt worden, da es sich hier nachweislich um eines der vielen Lager Mansfelds handelte. Das Schlusswort gehörte Vorsitzendem Alfred Wolf vom Verein „Via Carolina“, der über das Entstehen und die Ausführung der Meilensteine informierte.
Der Dufthang
- Idee: Dufthang als Bienen- und Kräuterlernort, an dem Imker und Kräuterpädagoginnen Führungen anbieten
- Informationen:Auf Schautafeln mit QR-Code werden zweisprachig für Bienen wertvolle Pflanzen sowie das Leben der Bienen erklärt.
- Zugang: Das gesamte Gelände ist barrierefrei.















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