09.01.2020 - 10:07 Uhr
Waldau bei VohenstraußOberpfalz

18 Mal rückten die Floriansjünger aus

Die nahegelegene Staatsstraße bringt den Waldauer Feuerwehrleuten mehr Arbeit als anderen kleinen Ortsteilwehren. Feuerwehrmänner rücken mit ihren Privatautos aus. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Das Vereinsabzeichen in Gold ging für 40 Mitgliedsjahre an Josef Bäumler (Zweiter von rechts) und für 50 Jahre Treue erhielt Johann Bäumler aus Iltismühle (Zweiter von links) die Vereinsplakette.
von Elisabeth DobmayerProfil

Das abgelaufenen Vereinsjahr war wieder sehr arbeitsreich für die Waldauer Ortsteilwehr. Dies ist nicht zuletzt der nahegelegenen Staatsstraße geschuldet, auf der es öfter krachte. Derzeit sind 46 Frauen und Männer in der Wehr aktiv. Erfreulicherweise kann diese Stärke durch die Bereitschaft von nach Waldau gezogenen Feuerwehrleuten und nachrückenden Wehrleuten aus der Jugend erhalten werden, sagte Kommandant Stefan Meyer in seinem letzten Bericht seiner Amtszeit. 18 Mal rückten die Floriansjünger heuer aus, im Vorjahr waren es 20 Einsätze. Vermehrt zu technischen Hilfeleistungen. Auch eine Fehlalarmierung wegen einer Fehlfunktion eines Rauchmelders war darunter. 3 Mal wurden die Einsatzkräfte zur Ölspurbeseitigung angefordert, 6 Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen wurden dokumentiert, 4 Sturmschäden und 2 sonstige Verkehrsabsperrungen, brachte Meyer ins Gespräch. Zudem absolvierten die Einsatzkräfte zwei Sicherheitswachen wie beim Hausfasching im Pfarrheim und beim Sonnwendfeuer der KLJB. Insgesamt wurden für die 18 Einsätze 132 Einsatzstunden von 25 Feuerwehrkräften erbracht. Teilweise fahren die Feuerwehrleute mit ihren Privatautos zu den Einsätzen, merkte Meyer an. Darüber müsse man sich einmal Gedanken machen und dies nicht als Selbstverständlichkeit erachten, mahnte der Kommandant. Nach der Besichtigung des Gerätehauses durch die Kreisbrandinspektion wurden keine Beanstandungen festgestellt. Meyer war bei 3 Kommandantenversammlungen und 2 Verbandstagungen für die Feuerwehr unterwegs. Im vergangenen Jahr wurden zusätzliche LED-Beleuchtungseinheiten seitens der Feuerwehr durch Spendengelder angeschafft.

Leider musste sich der Verein im vergangenen Jahr vom langjährigen Mitglied Otto Wild verabschieden, der fast 70 Jahre der Feuerwehr angehörte. Außerdem verstarb noch Hermann Wolf, der seit dem Jahr 1957 Mitglied war. Ihnen wurde ein ehrendes Gedenken eingeräumt. Zum geselligen Leben der Feuerwehr legte Schriftführer Johann Wiesent einen umfassenden Bericht ab und erinnerte an den Hausfasching, der heuer am 15. Februar im Terminkalender steht.

Mit Lena Zeitler, Sonja Eckl, Lisa Schwenke (von links) wechselten nun drei Nachwuchskräfte in den aktiven Dienst und wurden von den Kommandanten per Handschlag und mit einem Blumenstrauß willkommen geheißen. Florian Rasp (Mitte) steigt ebenfalls neu bei der Feuerwehr im Ortsteil mit ein.

Nachdem Hauptkassier Alexander Koller einen Einblick in den Kassenbestand ermöglichte und Harald Striegl, der mit Christian Lehner die Unterlagen prüfte, ein dickes Lob für die akkurate Arbeit gegeben hatte, konnten noch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet werden. Mit dem Vereinsabzeichen in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Andreas Kick ausgezeichnet. Das Vereinsabzeichen in Gold ging für 40 Mitgliedsjahre an Josef Bäumler und für 50 Jahre Treue erhielt Johann Bäumler aus Iltismühle die Vereinsplakette. Dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer betonte, dass die beeindruckenden Berichte die Aktivitäten der Wehr aufzeigten und bedankte sich im Namen der Stadt für die Dienste der Wehr. Die Stadt lasse sich diese Arbeit auch viel kosten und investierte in Schutzbekleidung, Einsatzleistung und Jugendförderung. Kreisbrandinspektor Martin Weig übermittelte ebenfalls die besten Grüße der Kreisbrandinspektion und sprach seinen Respekt aus, wenn Einsatzkräfte mit den Privatautos ausrücken. Gerade bei Nacht seien die Einsätze auf der vielbefahrenen Staatsstraße nicht gerade ungefährlich. Wenn er die stattliche Anzahl an Jugendlichen sehe, werde ihm nicht Bange um die Waldauer Wehr. „Darauf kann man aufbauen.“ Den neuen Kommandanten Benjamin Janker und Konrad Schatz bot er seine Zusammenarbeit an, nachdem er sich bei Stefan Meyer als scheidenden Kommandanten für seinen jahrelangen Einsatz bedankte.

Die Nachwuchstruppe:

Jugendwart Sören Meckl informierte, dass derzeit 16 Jugendliche der Waldauer Wehr angehören. Darunter 9 Mädchen und 7 Jungen. Fünf Jugendliche nahmen am Leistungsspangen-Wettbewerb teil. Natürlich waren die Waldauer Nachwuchskräfte auch beim Wissenstest im Vohenstraußer Gerätehaus dabei. Insgesamt nahmen die Jugendlichen an 42 Übungen beziehungsweise Fortbildungen teil. Meckl lobte die Jugendlichen, die immer sehr pünktlich sind und sich rege an den Unterrichtsstunden und Übungen beteiligen. Er dankte aber auch den Kommandanten für die gute Zusammenarbeit. Mit Sonja Eckl, Lisa Schwenke und Lena Zeitler wechselten nun drei Nachwuchskräfte in den aktiven Dienst und wurden von den Kommandanten per Handschlag und mit einem Blumenstrauß willkommen geheißen. Florian Rasp und Anton Zimmermann erklärten zudem ihre Aufnahme in die Feuerwehr, was die Verantwortlichen erfreute.

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