09.01.2019 - 09:39 Uhr
Waldau bei VohenstraußOberpfalz

Arbeitsintensives Jahr liegt hinter den Wehrleuten

So manche Einsatzkraft der Feuerwehr rückt im Ortsteil Waldau mit dem Privatauto zu Einsätzen aus. Dafür gibt es allseits viel Lob.

Kreisbrandmeister Christian Demleitner aus Tännesberg (links) lernte die Waldauer Feuerwehrleute als sehr verantwortungsvolle und disziplinierte Gruppe kennen. Bei der Jahreshauptversammlung würdigte er dafür die Kommandanten Stefan Meyer (Zweiter von rechts) und Benjamin Janker (rechts) die zu Oberlöschmeistern befördert wurden. Madlen Koller (Mitte), Michael Lehner (Zweiter von links) und Tim Röbl (Dritter von rechts) gehören ab sofort zu den Aktiven und wurden ebenfalls zur Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann befördert. Neu ist Kilian Koller (vorne, links) in der Jugendgruppe.
von Elisabeth DobmayerProfil

Hinter den aktiven Feuerwehrkräften liegt ein arbeitsintensives Jahr. Gefordert wurden die 41 Feuerwehrfrauen und -männer nicht nur bei etlichen Einsätzen sondern auch zu Übungen, denn nur so kann der Leistungsstand erweitert werden, ist sich Kommandant Stefan Meyer sicher. Leider schieden im vergangenen Jahr etliche Aktive aus. Allerdings konnte der Aderlass durch die Übernahme von Feuerwehrkameraden aus der starken Jugendgruppe kompensiert werden, freute sich Meyer.

Die Feuerwehrleute wurden zu 20 Einsätzen gerufen, 4 weniger als im Vorjahr. Vermehrt waren es technische Hilfeleistungen, wenngleich sich aber auch Unwetter und Sturmschäden häuften, berichtete Meyer. Ausgerechnet während der Osternacht hieß es für die Floriansjünger zum Brand eines Nebengebäudes auszurücken. Daneben hielt ein Flächenbrand in Zeßmannsrieth und ein Kleinbrand in Erpetshof die Feuerwehrleute auf Trab. Die 15 technischen Hilfeleistungen gliedern sich in 1 Fahrbahnreinigung wegen einer Ölspur, 3 Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, 6 Sturmschäden, 3 Unwetterüberflutungen und 2 Verkehrsabsperrungen. Daneben fielen zwei Sicherheitswachen beim Hausfasching und der KLJB-Stodldisco an.

Insgesamt wurden für die 20 Einsätze 292 Einsatzstunden abgeleistet, verteilt auf 25 Feuerwehrleute. Bei 17 von 20 Alarmierungen waren mehr als 6 Feuerwehrleute am Einsatzort, die dann mit ihrem Privatauto anrückten, da im Feuerwehrauto nicht so viel Platz ist. Der Kommandant dankte für diese große Bereitschaft seiner Kameraden. Viele Aktive nahmen an den verschiedensten Lehrgängen auf Kreisebene teil. Jugendliche unterzogen sich der modularen Truppausbildung. Ihnen allen dankte der Kommandant für die Bereitschaft.

Im vergangenen Jahr wurden Ersatzbeschaffungen aufgrund defekter Geräte nötig. Sowohl eine Motorsäge als auch eine Tauchpumpe wurde gekauft, informierte Meyer. In diesem Jahr wollen sich die Einsatzkräfte wieder am Leistungsabzeichen beteiligen. In den aktiven Dienst konnte der Kommandant schließlich Madlen Koller aufnehmen und aus diesem Grund zur Feuerwehrfrau befördern. Weiterhin gehören ab sofort Michael Lehner und Tim Röbl zur aktiven Wehr und wurden per Handschlag zum Feuerwehrmann befördert.

Eine überraschende Beförderung stand auch bei Kommandant Stefan Mayer höchstpersönlich an, der sich nun, laut Johann Wiesent, Oberlöschmeister nennen darf. Die gleiche Ehre wurde dem Stellvertreter Benjamin Janker zuteil, der ebenfalls unter dem Applaus der Teilnehmer eine Urkunde ausgehändigt bekam.

Jugendwart Sören Meckl wartete mit einem exzellenten und professionellen Jugendbericht auf und erhielt für seine erstklassigen Ausführungen extra Lob, nachdem er Kilian Koller in der Jugendgruppe willkommen geheißen hatte. Derzeit gehören 19 Jugendliche der Ortsteilwehr an. Darunter befinden sich 11 Mädchen und 8 Jungs. Sechs Jugendliche haben mit Erfolg die Bayerische Jugendleistungsspange abgelegt. Neun Jugendliche nahmen am Wissenstest in Vohenstrauß teil. Viele Jugendliche gesellten sich ebenso zum Kameradschaftsabend der Wehr, was erfreulich zur Kenntnis genommen wurde.

Insgesamt beteiligten sich die Nachwuchskräfte an mehr als 95 Übungsstunden oder Fortbildungen. Nachdem an diesem Tag drei Jugendliche in den aktiven Dienst wechselten und ein Neuzugang zu verzeichnen ist, kann Sören Meckl auf 16 Jugendliche aufbauen. Für die Pünktlichkeit und das große Interesse bei Unterrichtsabenden und Übungen dankte der Jugendwart seinen Zöglingen.

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