31.07.2018 - 17:41 Uhr
Waldau bei VohenstraußOberpfalz

Waldau beim Feiern ganz groß

Fußballer erweisen sich als perfekte Gastgeber und überraschen ihre Gäste mit vielen kulinarischen Hits. Die Hitze aus Backofen und Grill ist fast unerträglich. Der Schweiß der Helfer rinnt unaufhaltsam.

von Elisabeth DobmayerProfil

(dob) Die kleine Ortschaft ist zwar nur ein Dorf in der Großgemeinde aber beim Feiern ganz groß: Dafür braucht es auch keine Stars und Live-Acts sondern nur den Sportverein. Der zieht problemlos die Massen an. Die Besucher verbrachten auch heuer gemütliche Stunden mit den Fußballern. Dieses Jahr ist die Aufstellung aber eine andere: "Wir haben den Stellenwechsel einmal ausprobiert", meinte SV-Vorsitzender Roman Lindner, der sich mit seinem SV-Kollegen Wenzl Rauch am heißen Fischgrill abmüht. Das Duo gart eine mit frischen Kräutern und Zwiebeln gefüllte Forelle nach der anderen. Insgesamt servieren die Grillmeister 80 Stück des frischen Fangguts. Doch auch geräuchert kommen sie bei den Gästen zur Brotzeit an. Normalerweise fand das Fest immer auf dem Dorfplatz im Schatten der Benefiziumskirche St.-Johannes-Nepomuk statt. Wegen der Hitze und aus logistischen Gründen wurde in diesem Jahr der Platz vor dem Pfarrheim auch beim Fest am Sonntag beibehalten, nachdem bereits der Dämmerschoppen am Samstagabend mit großem Erfolg an dieser Stelle stattfand. Koch Heiner Ertl heizte dafür wieder den Backofen an und trieb ihn trotz der hohen Außentemperaturen auf Gluthitze. 50 Pizzen werden zur "größten Party des Jahres" im Ortsteil den Gästen serviert. Gerlinde Ertl und Martha Bauer belegten die selbstgemachten Teigrohlinge mit Ertl mit Schinken, Salami, Paprika und Käse. Die Gäste verdrücken außerdem 18 Kilogramm Rollbraten und 10 Kilogramm Leberkäse frisch aus dem großen Backrohr.

Richard Troglauer wischte sich den Schweiß am frühen Sonntagabend bei brütender Hitze von der Stirn. Noch gibt im Hintergrund des Grillstands auch der Backofen seine Resthitze an die Grillmeister ab, die 400 Kammsteaks und 400 Paar Bratwürste auf den heißen Rost legen. Aus der Fritteuse von Gerald Hanauer kam eine weitere Spezialität der Fußballer. Feinste Kartoffellocken wurden in das heiße Fett gelegt. Dazu wurden die frischen Kartoffeln zuvor mit einer selbstgebauten Vorrichtung mit einem Akkuschrauber und einem Spindelschneider hauchfein und spiralförmig geschnitten.

Zur Unterhaltung spielte die Blaskapelle Roggenstein vor dem Pfarrheimgarten auf. Im Nu waren Bänke und Tische, die auch auf der Straße aufgebaut waren, von den vielen Besuchern belegt und eine richtige Partyzone entstanden. Viele Vereinsabordnungen nutzten die Gelegenheit, beim SV-Dorffest vorbeizuschauen.

Wer lieber Kaffee und Kuchen zur Nachmittagszeit wollte, war im Pfarrheimsaal genau richtig. Derweil wurde im Freien ein ums andere Mal zugeprostet, denn der Körper forderte bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius ein kühles Getränk, um den Wasserhaushalt wieder auszugleichen. Die kleinen Festgäste tummelten sich in einer Ritterburg-Hüpfburg. Jedenfalls war es wieder eine wunderbare Freiluftfete.

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