11.02.2019 - 15:36 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Abschied von der Bütt

Die ersten Höhepunkte der Faschingssession 2018/19 sind für die Aktiven des Waldecker Carnevalvereins mit der dritten und letzten Prunksitzung vorbei. Erneut war der Schrembs-Saal voll besetzt. Abschied nehmen hieß es von einem Urgestein.

Zum letzten Mal geht Hans Lukas (rechts) zur Bütt. Seinen Auftritt kündigt Sitzungspräsident Christian Ernstberger (links) an.
von Hans LukasProfil

Welche Anziehungskraft von den Waldecker Narren ausgeht, zeigt sich daran, dass die drei Prunksitzungen innerhalb von zehn Tagen restlos ausverkauft waren. Es fällt schwer, aus dem abwechslungsreichen, fünfstündigen Programm einzelne Punkte besonders herauszuheben. Jeder Aktive gab sein Bestes und wurde mit teilweise frenetischem Beifall belohnt. Die Zugabe-Rufe nach dem Männer- und Frauenballett, den Gesangseinlagen und insbesondere den Schautänzen der Mini-, Jugend- und Prinzengarde des Walecker Carnevalvereins unterstrichen dies auch am Samstag.

In der nächsten Session ist ein alter Hase nicht mehr dabei. Ehrenpräsident Hans Lukas trat zum letzten Mal in die Bütt. Diesen Platz hatte er mehr als 40 Jahre eingenommen. Er verabschiedete sich in seiner Rede mit dem Wunsch an den WCV für eine weiter erfolgreiche Zukunft. Präsident Klaus Wegmann dankte ihm für all seine Arbeit und Freizeit, die er für den Verein geopfert habe. Diesem Dank schloss sich auch Sitzungspräsident Christian Ernstberger an. Er hat auch an diesem Abend routiniert durch die Sitzung geführt und die passenden Worte für alle Nummern gefunden.

Urkomisch waren die Sketche über das "feudale und vornehme" Lokal auf dem Lande und die Praxis Dr. Eisenbarth. Die Büttenreden und die Waldecker Nachtwächter wurden ebenfalls mit viel Beifall bedacht. Auch dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer, Stadt- und Kreisrätin Jutta Deiml sowie Stadträtin Katharina Hage zollten immer wieder Beifall. Sie unterstrichen die großartige Jugendarbeit des WCV und den kameradschaftlichen Zusammenhalt aller Akteure.

Erfrischend und belebend wirkten auch die neuen Programmpunkte. So überzeugte das "Das dynamische Duo" Resi und Rosi mit ihrem Ausflug in die Welt des Schlagers vollauf. Die Besucher sangen gerne mit und stimmten in den Refrain ein. Erstmals seit vielen Jahren standen auch wieder zwei Tanzmariechen auf der Bühne. Larissa Bothner und Melissa Bregler, die beide auch schon in der Oberfrankengarde mitgetanzt haben, zeigten teilweise akrobatische Einlagen und tolle Schriftkombinationen. Der Dank des WCV galt ihnen und ihrer Trainerin Michaela Ernstberger.

Fehlen durfte natürlich auch nicht die Ordensverleihung an die Prominenz und weitere Gäste. Unter ihnen war auch das erste Tanzmariechen des WCV, Andrea Hoffmann, die Mutter des diesjährigen Prinzen Florian II.. Sie war mit ihrem Ehemann Hanspeter in der Session 1993/94 ebenfalls schon das WCV-Prinzenpaar .

Den Weg nach Waldeck hatten auch der Hammerleser Faschingsverein mit Vorstandsmitglied Bernd Hoch sowie Prinzenpaar Theresa I. und Michael VI. gefunden. Die Turngemeinschaft Höchstädt war mit dem Prinzenpaar Milena I. und Daniel I. sowie Leiterin Gunda Schikora gekommen. Die Faschingsgesellschaft Rot-Weiß Schirnding schickte Senator Bernhard Zeitler vorbei. In den beiden vorangegangenen Sitzungen waren bereits Blau-Weiß Wiesau, Tursiana Tirschenreuth, Gaudiwurm Mitteteich, Narhalla Rot-Weiß Markredwitz und die Rawetzer Faschingsfreunde Gäste. Weitere Anfragen von Faschingsgesellschaften konnten aus Platzgründen aber nicht erfüllt werden.

Blumen und Präsente gibt es für die Tanzmariechen Larissa Bothner (rechts) und Melissa Bregler sowie ihre Trainerin Michaela Ernstberger (von links).
Das Prinzenpaar Laura I. und Florian II. (Vierte und Fünfter von links) bringt wieder Sessionorden unter das närrische Volk. Auch die lokale Politikprominenz, Katharina Hage, Jutta Deiml, und Gudrun Schelzke-Deubzer (vorne, Vierte bis Zweite von rechts), erhielt Auszeichnungen.
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