27.02.2020 - 15:23 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

"Kohlhiesels Töchter" am Schloßberg

Bereits zum neunten Mal gastiert das Landestheater Oberpfalz (LTO) auf dem Schloßberg in Waldeck. Nicht nur Bürgermeister Werner Nickl ist von der Kulisse begeistert.

Bürgermeister Werner Nickl (von links) und Leonhard Zintl sowie Georg Wagner (von rechts), Wolfgang Meidenbauer und Till Rickelt freuen sich auf die Vorführungen von „Kohlhiesl’s Töchter auf dem Waldecker Schloßberg.
von Hans LukasProfil

Der Heimat- und Kulturverein hatte in die Hollerhöfe eingeladen zur Vorstellung des diesjährigen Theaters auf dem Schloßberg mit Vertretern des LTO eingeladen. HuK-Vorsitzender Georg Wagner begrüßte den Initiator der Theater auf Burg Waldeck Leonhard Zintl, Bürgermeister Werner Nickl sowie vom LTO Wolfgang Meidenbauer und Till Rickelt. Neben dem Volksstück "Kohlhiesels Töchter" am Donnerstag, 23., und Freitag, 24. Juli, gibt es auch wieder ein Kindertheater.

Zintl erzählte, dass heuer zum neunten Mal Theater in der Burgruine auf dem Schloßberg gespielt werde. Es begann vor zehn Jahren, wegen der Glockensegnung in der Ägidius-Kapelle wurde ein Jahr ausgesetzt. Das LTO habe es jedes Mal verstanden, die Besucher zu begeistern, von den jeweils beiden Aufführungen im Jahr war jede ausverkauft. Auch heuer ist der Kartenvorverkauf schon sehr gut angelaufen.

Das LTO habe bisher unterschiedliche Sparten des Theaters umgesetzt. Von Loriot über Karl Valentin, Heinz Ehrhardt, englischen Humor, Volksstücke oder im vergangenen Jahr die Geier-Wally - stets waren die Besucher begeistert. So ist auch heuer mit "Kohlhiesels Töchter" wiederum entsprechender Zuspruch zu erwarten. Karten gibt es bei www.nt-ticket.de, in den Hollerhöfen und der Bäckerei Reichenberger in Waldeck sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

Immer gutes Wetter

Wolfgang Meidenbauer betonte, dass er sich zu Beginn seiner Tätigkeit beim LTO im April 2016 erstmals auch von der Kulisse auf dem Schloßberg beeindrucken hat lassen. Freilichttheater sei nicht einfach, aber auf dem Schloßberg habe das Wetter bisher immer mitgespielt. So seien die bisherigen Aufführungen für die vielen Besucher immer ein besonderes Erlebnis gewesen. Wenn auch der Aufstieg ein bisschen beschwerlich sei, so gelte dem HuK ein besonderer Dank für den organisatorischen Aufwand.

Künstlerischer Leiter Till Rickelt ging kurz auf das Volksstück von Jörg Doppelreiter und Hanns Kräly ein. Kohlhiesels Töchter sollen unter die Haube. Doch bevor die schöne Liesl zum Traualtar schreiten darf, muss ihre kratzbürstige Schwester Susi an den Mann gebracht werden. Das ist der letzte Wille der verstorbenen Mutter. Eine Heiratsannonce setzt eine Verwechslungsrochade in Gang, bei der man bald nicht mehr weiß, wer um wen wirbt. Mit Humor und Witz zeigt das an den Bauernschwank von Hanns Kräly und dessen legendäre Verfilmung mit Liselotte Pulver angelehnte Volksstück von Jörg Doppelreiter, wie sich zwei ungleiche Schwestern durch ihre Verehrerwelt schlagen. Die Regie hat Nicole Schymiczek, für die Bühne ist Peter Engel, die Kostüme Eva Schwab und die Dramaturgie Anja Noel verantwortlich.

Rickelt ergänzte, dass das Stück im vergangenen Jahr seine Premiere in Leuchtenberg hatte und dort und bei den bisherigen Aufführungen sehr gut angekommen sei. Der Schloßberg biete auch eine hervorragende Möglichkeit, die natürliche Kulisse ins Stück einzubauen. Das erfordere viel Einfühlungsvermögen und intensive Vorbereitung. "Und wie toll das Ganze ist, wurde bei der Geier Wally im vergangenen Jahr deutlich vor Augen geführt." Darsteller und Regie würden auch heuer versuchen, dieses besondere Ambiente einfließen zu lassen.

Bürgermeister Werner Nickl kam nicht umhin, auf das vergangene Jahr einzugehen, wobei er das als gewaltige Leistung der Darsteller bezeichnete. Die Stadt werde auch heuer den HuK bei der Umsetzung des Theaters auf dem Schloßberg mit dem LTO unterstützen. Mittlerweile seien diese Aufführungen zu einem Höhepunkt im gesamten Kemnather Land geworden.

Fahrdienst ab Altem Friedhof

"Wenn man bedenkt, dass hier das ehrenamtliche Engagement in vorbildlicher Art und Weise praktiziert wird, so kann man nur stolz sein, diesen kulturellen Höhepunkt im Stadtgebiet zu haben." Dass heuer zum neunten Mal in der Burgruine Theater gespielt wird, sei aber auch der hervorragenden Leistung des LTO mit seinen Darstellern zu verdanken. Er wünschte dem HuK und dem LTO auch weiterhin viele erfolgreiche Veranstaltungen.

Leonhard Zintl dankte seinen Vorrednern und wies noch darauf hin, dass die Aufführungen jeweils um 20 Uhr beginnen und der Einlass um 19 Uhr ist. Auch heuer werde wieder für gehbehinderte Besucher ein Fahrdienst ab dem Alten Friedhof eingerichtet. Es wird auch wieder eine Kindervorstellung geben. Zeitpunkt und Thema werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Karten unter www.nt-ticket.de

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