12.02.2019 - 14:02 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

"Wilde Tage" am Schlossberg

Viele eigene Veranstaltungen prägten das vergangene Jahr beim Heimat- und Kulturverein. Jeden Monat gab es Termine. Besondere Aufmerksamkeit galt der Burgruine auf dem Schlossberg. 2019 soll dort der Ostturm in Angriff genommen werden.

Zweiter Vorsitzender Leonhard Zintl, Schriftführer Helmut Tausch, Vorstandsmitglied Achim Schraml, Vorsitzender Georg Wagner und Kassier Alexander König berichten zweitem Bürgermeister Hermann Schraml (von links) und den Mitgliedern von den Aktionen 2018 und geben einen Ausblick auf 2019.
von Hans LukasProfil

Zweiter Vorsitzender Leonhard Zintl stellte in der Jahreshauptversammlung die Arbeiten der Heimat- und Kulturvereins (HuK) auf dem Schlossberg heraus. Erforderlich waren Ausbesserungen am Mauerwerk am Südtor, die Fertigstellung der Außenmauer in Verlängerung beim Südtor und die Befestigung des Mauerwerks am Nordtor. Ebenso galt es den Bewuchs auf den Felsen zu entfernen, im Bereich des Burghofes und im Zugangsbereich zu mähen und das Geländer an der Treppe am Aufgang zum Bergfried zu erneuern.

In Absprache mit Michael Brem von der Naturschutzbehörde, kann nun die weitere Entfernung des Bewuchses für den späteren Erhalt der Außenmauern vorgenommen werden, berichtete Zintl. Als Erfolg wertete er die Aufführungen des Landestheaters Oberpfalz mit "Ernst sein ist alles" und für Kinder mit "Werkstatt der Schmetterlinge". Auch heuer seien in Waldeck mit dem Stück "Die Geierwally" am 25. und 26. Juli und einer Kinderveranstaltung Aufführungen geplant.

Der Manteler Bernhard Weigl habe ein 3-D-Modell der Burg erstellt, auch die Restaurierung der Keller sei in Angriff genommen worden und werde heuer fertiggestellt, fuhr Zintl fort. Weiterer Höhepunkt sei die Eröffnung des Ewilpa, des ersten essbaren Wildpflanzenparks in Deutschland, gewesen. An Pfingsten werde eine weitere Veranstaltung unter dem Motto "WildeTage Ewilpa" stattfindet. Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben. Zintels Dank galt der Stadt Kemnath und der Ewilpa-Stiftung sowie allen Helfern und Mitarbeitern. Die Restaurierung auf dem Schlossberg bezeichnete er als ein Beispiel von aktivem Gemeinsinn und ehrenamtlicher Arbeit.

Vorsitzender Georg Wagner erinnerte nach dem Totengedenken an die Aufstellung von Ständern für die Wanderkarten. Die Teilnahme an der Kalt-Wasser-Challenge erbrachte 200 Euro für den Waldecker Kindergarten gespendet. Dessen Kinder beteiligten auch an der Segnung des Osterbrunnens. Im April begannen wieder die Arbeiten auf der Burgruine und für die Sanierung der Mauer am Alten Friedhof. Mitglieder stellten die Ruhebänke und den Maibaum mit Unterstützung der Waldecker Jugend um Alexander Wegmann auf.

Die geplante Maiandacht in der Ägidiuskapelle musste wegen des schlechten Wetters in die Pfarrkirche verlegt werden, bedauerte Wagner. An der Abschlusswanderung des Oberpfälzer Waldvereins anlässlich der Hauptversammlung in Weiherhammer beteiligte sich der HuK als stärkste Gruppe. Groß war die Beteiligung an einer Vogelstimmenwanderung mit Thomas Stingl bei der Aktion "24 Stunden Steinwald" der Steinwald-Allianz. Der Verein unterstütze auch die Einweihung des Ewilpa. Werner Fanta und Josef Wagner erneuerten den Anstrich der Fenster im Alten Schulhaus, wobei die Stadt das Material zur Verfügung gestellt hatte.

Weitere Aktionen waren das Brunnenfest im September, Teilnahme am Ferienprogramm zusammen mit der Jungen Union mit Erkundung der Burgruine, Ende August ein Vorabendgottesdienst in der Ägidiuskapelle mit den Fichtenhornbläsern Speichersdorf und der Denkmaltag Führungen auf dem Schlossberg durch Franz Horn und Uwe Schimpf. Für 2019 kündigte der Vorsitzende das Schmücken des Osterbrunnens am 11. April, Maibaumaufstellen am 30. April, Maiandacht am 8. Mai, einen Gottesdienst am 24. August in der Ägidiuskapelle, das Brunnenfest sowie die Teilnahme am Ferienprogramm der Stadt und am Denkmaltag an. Wagners Dank galt allen Vorstandsmitgliedern, Helfern, Spendern, seiner Familie und Franz Horn für seine unermüdliche Arbeit auf dem Schlossberg, der Firma Heindl-Kamin für die Bereitstellung des Kleinbusses für den Fahrdienst auf die Burgruine sowie Pfarrer Heribert Stretz für die Gestaltung der Andacht und des Gottesdienstes in der Ägidiuskapelle.

Schriftführer Helmut Tausch ging auf die monatlichen Vorstandssitzungen ein. Laut Kassier Alexander König ermöglicht die Finanzlage, die Vorhaben und Aufgaben zu erfüllen. Er dankte allen Spendern und Mitgliedern. Der Mitgliederstand beträgt nach einigen Neuaufnahmen derzeit 173. Revisor Hans Schrembs lobte Königs Arbeit.

Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml sprach von einer vorbildlichen Arbeit des Vereins. Die Arbeitskreise, wie der zu Hans von Koessler, sorgten für das Renommee Waldecks und Kemnaths. Besondere Ereignisse seien die Theateraufführungen in der Burgruine. Der Ewilpa ziehe das ganze Jahr über sehr viele Besucher an und sei ein Aushängeschild. Die Stadt werde auch in Zukunft die Arbeit des HuK so weit wie möglich unterstützen, versprach Schraml.

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