14.11.2019 - 13:14 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Windräder: Stadt sind Hände gebunden

Mit einigen Anliegen waren die Bürger in die Bürgerversammlung in Waldeck gekommen. Diese betrafen sowohl die Verkehrssituation als auch die geplanten Windräder im Hessenreuther Wald.

Zahlreiche Bürger aus dem Bereich Kemnath-Ost wollten hören, was Bürgermeister Werner Nickl zu berichten hatte. Viele von ihnen traten aber auch mit Anliegen an die Stadtoberen heran.
von Hans LukasProfil

In der Bürgerversammlung für den Bereich Kemnath-Ost (wir berichteten) moderierte Bürgermeister Hermann Schraml den zweiten Teil mit Anfragen und Anliegen der Teilnehmer. Eine längere Debatte entstand über die geplanten Windräder im Hessenreuther Wald. Hier sahen es einige Wortmeldungen an der Zeit, dass auch seitens der Kommune etwas unternommen werde. Die Ortschaften Guttenberg, Schweißenreuth, Albenreuth und Atzmannsberg lägen in dem derzeit gültigen Abstandsbereich, was offensichtlich den Träger der Anlage überhaupt nicht interessiere.

Die Stadt wurde aufgefordert, die gegründete Bürgeriniative zu unterstützen und ihrerseits einzugreifen. Bürgermeister Werner Nickl erklärte dazu, dass der Stadtrat die Bürgeriniative unterstütze. Es könne aber derzeit nichts unternommen werden, da weder ein Antrag noch eine Anfrage bezüglich der Windräder vorliege.

Ruf nach Tempokontrollen

Aus Schweißenreuth kam die Klage, dass wegen des Ausbaus der Staatsstraße 299 über den Hessenreuther Berg viele, meist ortskundige Autofahrer nicht der Umleitung folgten, sondern die Abkürzung über Schweißenreuth nehmen. Durch die Ortschaft werde viel zu schnell gefahren, was die Anwohner gefährde. Es sollten Geschwindigkeitskontrollen erfolgen und nicht gewartet werden, bis einmal etwas passiere.

Ein Anwohner der Schloßbergstraße hat festgestellt, dass der Verkehr insbesondere an Sonn- und Feiertagen erheblich zugenommen hat. Dies liege am Besucherzustrom zur restaurierten Burgruine. Hier seien eine verkehrsberuhigende Zone und gegebenenfalls neue Parkregelungen dringend erforderlich. Die Stadt werde sich mit dieser Situation beschäftigen und entsprechende Regelungen treffen, sagte der Rathauschef zu.

Vereinsvertreter bemängelten, dass Festankündigungstafeln am Ortseingang nicht mehr genehmigt werden, obwohl es in Kemnath offensichtlich damit keine Probleme gebe. An einigen Beispielen zeigten sie auf, dass hier eine Behörde die Zuständigkeit und Genehmigung auf die andere weiterschiebt. So hätten sich bei den Tafeln für den Waldecker Faschingszug weder das Straßenbauamt noch der Landkreis zuständig gefühlt. Bisher habe das Straßenbauamt ohne bürokratischen Aufwand die Aufstellung bis vier Wochen vorher genehmigt. Die Stadt wurde gebeten, für Klärung zu sorgen.

Winterdienst bei Feuerwehren

Ein Bürger monierte den ständig überfüllten Abfallcontainer auf dem Festplatz beim Feuerwehrgerätehaus. Weiter bemängelten die Feuerwehren Waldeck und Atzmannsberg das unzureichende Schneeräumen, da Aktive bei Einsätzen ihre Fahrzeuge parken müssten. Hier will die Stadt mit den zuständigen Firmen reden und Abhilfe verschaffen.

Angefragt wurde, ob die seit Jahren zugesagte Aufsandung der gepflasterten Straße der Ortsdurchfahrt Waldeck vergessen worden sei. Nickl sagte dazu, dass der Auftrag erteilt und die Aufsandung in den nächsten Tagen erfolge.

Weiteres Thema war die Bausituation in Waldeck. Laut Nickl sind die vorhandenen Bauplätze in privater Hand und werden nicht abgegeben. Die Anfrage ging auch darauf hinaus, dass sich junge Familien ansiedeln und damit die Bevölkerungsstruktur verbessert werden könnte. Eine Frage lautete zudem, was mit den freien Gewerbeflächen am Ortsausgang in Richtung Kemnath (ehemaliges Autohaus Schraml) passiert. Nickl sprach von einem privaten Käufer. Man wisse nicht, was dieser damit vorhabe.

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