02.07.2020 - 16:09 Uhr
WaldershofOberpfalz

Zum 70. auf die Zugspitze

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Harald Demuth ist einer der herausragendsten Sportler der Region. Am 2. Juli feierte der zweifache deutsche Rallye-Meister und bayerische Marathon-Meister Geburtstag.

Harald Demuth (links) mit seiner Tochter Marie, mit der er per Fahrrad die Alpen überquert hat.
von FPHSProfil

Jahrzehntelang war der Name Harald Demuth eng mit dem Motorsport verbunden. Das ist zwar immer noch so, aber nicht nur. Denn Demuth ist einer der vielseitigsten Sportler in der Region. Seit fünf Jahren ist er auch bayerischer Meister. Und zwar nicht auf vier Rädern, sondern im Marathonlauf.

Mit dem Rallye-Sport ist der Waldershofer verbunden, seit er den Führerschein hat. Schon während des Architekturstudiums war Harald Demuth bei Meisterschaftsläufen in der Rallye-Szene flott unterwegs. Beim Motorsportclub Marktredwitz war der alte Rallye-Hase Gustl Rößler, Metzgermeister und Gastronom aus Marktredwitz, auf den jungen Fahrer aufmerksam geworden. Rößler stellte ihm seinen schnellen BMW 2002 Tii für Rallyes zur Verfügung und genoss auf dem Beifahrersitz, wie Demuth damals schon so manch gestandenem Rallye-Fahrer davonfuhr.

So machte sich der Waldershofer in der Rallye-Szene bald einen Namen. Audi wurde auf ihn aufmerksam, Demuth bekam einen Werksvertrag und fuhr. Mit Erfolg. Zweimal – 1982 und 1984 – stand er als deutscher Rallye-Meister auf dem Treppchen – einmal mit dem Kemnather Arwed Fischer als Beifahrer, einmal mit Willi Lux.

Unvergessen die TV-Werbung für einen Audi-Quattro aus dem Jahr 1986, als Demuth mit einem Wagen eine Sprungschanze in Finnland über eine Steigung von 37,5 Grad, das sind immerhin fast 90 Prozent, nach oben fuhr. Aus eigener Kraft, darauf legt er heute noch Wert. Zwar war der Quattro mit einem Stahlseil gesichert, das aber diente lediglich der Sicherheit, so Demuth.

2005 wurde der Werbefilm noch einmal aktuell: Zum 25. Jubiläum des Audi-Quattro. Neben den beiden deutschen Meisterschaften erreichte Demuth mit dem Audi auch noch einen dritten Platz bei der Europameisterschaft.

Klassik-Ausfahrten

Heute ist Harald Demuth nicht mehr ganz so spektakulär unterwegs. Für Audi ist er aber immer noch bei so manchen Klassik-Ausfahrten präsent und im Event-Bereich bei Autovorstellungen tätig.

Um fit zu bleiben, ist der Waldershofer schon immer auch in anderen Sportarten unterwegs gewesen. In den vergangenen Jahren trainierte er vorwiegend Marathon. Mit Erfolg. Beim Münchner Marathon im Jahr 2015 stand er als bayerischer Meister auf dem Treppchen. Allerdings legt Harald Demuth Wert darauf, möglichst vielseitig Sport zu machen, denn auch mit dem Fahrrad ist er unterwegs.

Zusammen mit seiner Tochter Marie hat er vor einigen Jahren auf dem Fahrrad die Alpen überquert. Im vergangenen Jahr fuhren die beiden die Strecke umgekehrt – von Monza nach München. Verschmitzt und mit etwas Vaterstolz in der Stimme freut er sich: „Und sie wartet auch schon gerne mal auf mich.“ Ohne Unterstützung durch einen E-Antrieb, versteht sich. Und wenn Demuth mit jüngeren Freunden – alle durchwegs mit Pedelecs ausgerüstet – unterwegs ist, dann führt er trotzdem meist das Feld an. So ist ein E-Bike auch jetzt noch kein Thema für den Sportler.

Durch Schlamm

Mit Erfolg war Harald Demuth auch schon in diesem Jahr, vor Corona, unterwegs. Da belegte er am 6. Februar einen Spitzenplatz beim Crosslauf über sechs Kilometer bei Buttenwiesen, bei dem es nicht nur querfeldein ging, sondern auch durch Schlamm und über Hindernisse hinweg.

Für jedes Jahr nimmt sich der Sportler ein neues Ziel vor. So hofft er trotz allem noch auf den München-Marathon im Oktober. Seit dem Jahr 2011 ist der Waldershofer für den Regensburger Verein SWC unterwegs. Nebenher kümmert er sich auch um den Nachwuchs und trainiert den Waldershofer RSC-Nachwuchs.

Stichwort 70. Geburtstag: Harald Demuth wäre nicht der, der er ist, wenn er nicht auch zu diesem Anlass etwas Sportliches im Sinn hätte - mit der Tochter eine Tour von Garmisch auf die Zugspitze. Was er sonst noch vorhat? „G’sund bleiben!“ Und vor allem fit.

Nicht fehlen durfte Harald Demuth beim Friedenfelser-Berg-Classic-Preis 2018

Friedenfels
Hintergrund:

Der Waldershofer Harald Demuth ist auch mit seiner „Kellerband“ unterwegs. Einst von Freunden nur zum eigenen Spaß gegründet, übte die Truppe nur im Keller. Inzwischen aber hat sich die Band zahlreiche Fans erspielt. Bei einem der Auftritte im „Kramer-Stodl“ in Poppenreuth musste der Stodl sogar gesperrt werden – wegen drohender Überfüllung.

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