15.10.2019 - 13:04 Uhr
WaldershofOberpfalz

Abbau noch Jahrzehnte möglich

Blauer Kösseinegranit ist bei den Kunden begehrt. Eine CSU-Abordnung schaute sich im Schurbacher Steinbruch um.

Bei der Führung dabei waren (von links) Ingrid Haberkorn, Andrea Fachtan, Günther Fachtan, Gerhard Kuchenreuther, Willibald Reindl, Tim Hofmann, Wolfgang Schultes, Tanja Mai, Monika Greger, Margit Bayer, Peter Brüchner, Thomas Frischholz und Helmut Härtl.
von Externer BeitragProfil

Der Kösseinegranit ist weltweit der einzige blaue Granit. Daher besteht eine hohe Nachfrage von Steinmetzen und weiterverarbeitenden Betrieben in ganz Deutschland. Das besonders harte Material sorgt bei der Bearbeitung immer wieder für Herausforderungen, erfuhren die Besucher des CSU-Ortsverbands im Granitwerk Popp in Schurbach. Bürgermeister-Kandidatin Margit Beyer dankte Inhaber Gerhard Kuchenreuther für die Bereitschaft, seinen Betrieb umfassend vorzustellen.

Kuchenreuther führt die Firma jetzt in dritter Generation und sein Sohn Johannes läutet bereits die vierte Generation ein. Kuchenreuthers Großvater musste Anfang der 1960er Jahre noch alles per Hand und mit Muskelkraft erledigen, heute erleichtern leistungsstarke Maschinen und Geräte die Arbeit. Der Firmenchef stellte heraus, dass der Kösseinegranit einen ökologisch hervorragenden Fußabdruck habe, da es kurze Wege zwischen Steinbruch und Werk gebe: "Dies ist der große Vorteil gegenüber Importen aus Asien und anderen Teilen der Welt."

Beim Abbau im Steinbruch werde möglichst schonend vorgegangen und auch mit Sprengungen sehr sparsam umgegangen, um das Rohmaterial zu schonen, sagte Kuchenreuther. Selbst der Abraum finde im Landschaftsbau noch Verwertung, so dass die Wertschöpfung zu 100 Prozent im Betrieb bleibe. Eigentümerin der Abbauflächen ist gemäß des Bergbaurechts die Bundesrepublik Deutschland, Kuchenreuther hat nur das Abbaurecht dazu, erfuhren die Besucher. Ebenso, dass im Betrieb zehn Mitarbeiter in den unterschiedlichen Bereichen vom Steinbruch bis zum Feinschliff beschäftigt sind. Einen Auszubildenden zum Steinmetz würde er sofort beschäftigen, sagte Kuchenreuther, finde aber keinen Interessenten. Die fertigen Produkte liefere die Firma vorrangig in den Umkreis bis Arzberg und Bayreuth. Margit Bayer bedankte sich nach der ausgiebigen Führung durch Steinbruch und Werk mit einem Geschenk bei Gerhard Kuchenreuther und seiner Frau.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.