24.05.2019 - 15:51 Uhr
WaldershofOberpfalz

Amtsbote geht in den Ruhestand

Nach 38 Jahren nimmt Guido Zimmerer Abschied von seinem Arbeitsplatz im Waldershofer Rathaus. Er ist einer der letzten seiner Zunft.

Der geschäftsführende Beamte Christoph Haberkorn, Kollegin Trixi Fux und Bürgermeisterin Friederike Sonnemann wünschten dem "einmaligen" Amtsboten Guido Zimmerer (Zweiter von rechts) viel Spaß im Ruhestand.
von Oswald ZintlProfil

Die Zeit des Amtsboten im Rathaus gehört seit Mittwoch der Vergangenheit an. Nach 38 Jahren geht Guido Zimmerer zum 1. Juli in den wohlverdienten Ruhestand und genießt bis dahin seinen Resturlaub. Zu seiner Verabschiedung trafen sich alle Rathaus-Mitarbeiter im Sitzungssaal, um mit "ihrem Guido" auf den neuen Lebensabschnitt anzustoßen.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann dankte dem scheidenden Amtsboten für seine Mitarbeit und wünschte für die Zukunft viel Glück und Gesundheit. Allerdings musste der Amtsbote vorher noch einige Quizfragen beantworten. Dabei ging es vor allem um die Dienstautos in den zurückliegenden 38 Jahren. Und hier kamen die Antworten zum Fabrikat und zur Farbe der fahrbaren Untersätze wie aus der Pistole geschossen. Los ging es mit einem Peugeot, es folgten drei Fiesta, ein Corsa und zwei E-Autos.

Eines wurde in der kleinen Feierstunde schnell klar: Die Mitarbeiter werden "ihren Guido" in Zukunft vermissen. Trixi Fux, der dienstältesten Mitarbeiterin im Rathaus, war es vorbehalten, in Reimform das Arbeitsleben des Amtsboten Revue passieren zu lassen: "Er ist bekannt im ganzen Land, von allen Bürgern ,unser Guido‘ genannt. Amtsbote in Waldershof ist seine Leidenschaft."

Und weiter reimte die Kollegin: "An jedem Tag seine erste Tat ist eine gemütliche Dienstwagen-Fahrt. Zum Postamt muss er früh am Morgen, für den Rest der Crew die Arbeit besorgen. Ist mal eine Sitzung, hat Guido nichts zu lachen, muss er am Freitag bis drei Uhr noch Anschläge machen."

Und seit gefühlt fünf Jahren habe Guido Zimmerer verkündet, dass er in Rente gehe. Trixi Fux hatte dazu für die Verabschiedung notiert: "Ich glaub, ich geh' in Rente, gibt er täglich bekannt, ist sich aber nicht sicher, trotzdem grinst er charmant."

Für die Belegschaft des Rathauses steht fest: "Er bleibt einer von uns und gehört immer hierher: Guido, der beste Amtsbote des Landes, aber leider der letzte seines Standes."

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