02.12.2019 - 17:42 Uhr
WaldershofOberpfalz

Barrierefreiheit auf Gehwegen gewünscht

Viele Anregungen gibt es in der Bürgerversammlung aus den Reihen der Besucher. So lässt die Barrierefreiheit auf den Gehwegen zu wünschen übrig.

Wer auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, stößt oft auf Hindernisse im öffentlichen Raum. In Waldershof will man nun die Gehsteigkanten besser abschrägen.
von Oswald ZintlProfil

Die Besucher der Bürgerversammlung in der Jobst-vom-Brandt-Schule in Waldershof nutzten ihre Redezeit und machten sich zu den unterschiedlichsten Themen Luft.

Seniorenbeauftragte Carmen Altermann monierte, „dass die Abkantungen an den Gehwegen ein problemloses Fahren mit dem Rollstuhl nicht zulassen“. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann erklärte dazu, dass hier Abhilfe geschaffen werde. Allerdings müsse erst erprobt werden, ob diese Abschrägungen beim Winterdienst intakt bleiben. Mehrere Anfragen gab es zum Thema Stau an der Ampel der Ortseinfahrt. Hier machte Sonnemann deutlich, dass die Stadt nichts mit der Umschalt-Taktung zu tun habe und alle Beschwerden weitergeleitet würden.

Sabine Heinl wies auf das Gefahrenpotenzial in der Walbenreuther Straße nach der Ausweitung des Stadtparks in der Josefstadt hin und schlug ein Tempolimit vor. Da es sich hier um eine Kreisstraße handelt, habe die Stadt keine Einflussmöglichkeit, sagte das Stadtoberhaupt und verwies auf die Warnhinweise in Form von „spielenden Plastikkindern“ am Straßenrand.

„Eine weitere Gefahrenstelle gibt es in der Siedlung“, erklärte eine Anwohnerin. Hier müssten die Schulkinder die Verbindungsstraße nach Marktredwitz überqueren, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann dazu: „Wir werden das prüfen.“ Carmen Altermann wollte wissen, wie weit die Toilettenanlagen für den Stadtpark gediehen sind. Dazu merkte Sonnemann an, dass die Förderanträge gestellt seien. „Erst dann kann die Umsetzung erfolgen.“

Roswitha Schinhärl ärgerte sich darüber, dass viele Kinder durch den Friedhof rennen und teilweise Gräber verunstaltet würden. Friederike Sonnemann regte dazu ein Projekt mit der Schule an, um die Kinder für ein normales Verhalten zu sensibilisieren. Stellvertretende Schulleiterin Christa Besold vertrat die Meinung, dass dies nicht die Aufgabe der Schule sei, sondern die Eltern hier in die Pflicht zu nehmen seien.

Zur alten Turnhalle wollte Petra Kraft-Hoflacher wissen, ob hier die Decke saniert wird, da einige Teilbereiche herunterhingen. „Genutzt wird die Halle von den Samstagssportlern in den Wintermonaten.“ Hier sicherte Sonnemann eine Prüfung zu. Gisela Kastner wollte von der Bürgermeisterin wissen, was in den nächsten fünf Monaten noch in den Ortsteilen ansteht. Hier kam die Auskunft, dass in Rodenzenreuth der Dorfweiher entschlammt werde und ein neuer Zaun geplant sei.

Friederike Sonnemann informierte darüber, dass die neuen Urnengräber im Friedhof gut angenommen würden. Zudem solle ein Automat für Grablichter getestet werden.

„Die restlichen Bauplätze am Kirchsteig und am Stadelweg werden im kommenden Jahr verkauft“, kündigte die Bürgermeisterin zuversichtlich an. „Das Kösseinebad wurde zwischenzeitlich entschlammt, und die Randsanierung mit Granitsteinen ist in Arbeit.“ Ebenfalls sei der Breitbandausbau abgeschlossen.

Der geschäftsführende Beamte im Rathaus, Christoph Haberkorn, machte deutlich, „dass trotz der aktuell guten finanziellen Ausstattung in den Jahren 2020 und 2021 neue Kreditaufnahmen nötig werden“.

Hintergrund:

463 Gewerbebetriebe angemeldet

Einige Zahlen aus dem Rathaus (Stand September) wurden bei der Bürgerversammlung genannt. So liegt die Einwohnerzahl mit Hauptwohnungen bei 4311. Dabei stehen den 216 Zuzügen 222 Wegzüge gegenüber.

In den ersten neun Monaten gab es 32 Geburten und 19 Eheschließungen. Die Sterbefälle werden mit 55 beziffert. In der Jobst-vom-Brandt-Schule werden 127 Kinder unterrichtet. Im Kinderhaus Sankt Sebastian werden 107 Kinder, im Kindergarten Piccolino 22 Kinder und im Waldkindergarten Fuchsbau 16 Kinder betreut. Insgesamt sind 463 Gewerbebetriebe angemeldet, davon sind 98 Firmen gewerbesteuerpflichtig.

Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt aktuell bei 1106 Euro, der Landesdurchschnitt bei 582 Euro.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.