16.04.2020 - 10:30 Uhr
WaldershofOberpfalz

„Boders-Kreuz“ erstrahlt in neuem Glanz

Alfons Schraml malte das Christusbild. Doch das Gelände rund um die alte Linde, bei der das Feldkreuz steht, ist gesperrt: Ein Sturm hat den Baum beschädigt.

Die Sträucher am Straßenrand trüben noch den Blick auf das erneuerte Feldkreuz. Sie sollen demnächst zurückgeschnitten werden.
von Oswald ZintlProfil

Auch wenn die Sträucher am Straßenrand den Blick auf den Gekreuzigten noch nicht ganz freigeben: Das Feldkreuz an der Straße Richtung Walbenreuth erstrahlt in neuem Glanz. Dafür haben Mitarbeiter des Waldershofer Bauhofs und der gelernte Porzellanmaler Alfons Schraml aus Waldershof gesorgt.

Das Kreuz wurde 1967 an einer großen Linde aufgestellt. Altbürgermeister Hubert Kellner erklärte auf Rückfrage, dass ihm der Name „Boders-Kreuz“ noch in guter Erinnerung ist. Allerdings weiß er – wie auch viele weitere Waldershofer Urgesteine – nicht, wer das Kreuz aufgestellt hat. Kellner vermutet, dass es im Zuge der Umlegung der Verbindungsstraße nach Walbenreuth errichtet wurde.

Doch Schäden blieben im Laufe der Jahrzehnte nicht aus. Im Jahr 2013 wurde die Christus-Darstellung – aufgemalt auf einer Metallplatte – erstmals von Alfons Schraml restauriert und wieder angebracht. Zwei Jahre später bat Schraml Zweiten Bürgermeister Karl Busch, dafür zu sorgen, dass die hohen Sträucher am Straßenrand geschnitten werden, damit das Feldkreuz wieder gut sichtbar wird.

Im vergangenen Jahr wurde durch den städtischen Bauhof das marode Holzkreuz erneuert. Das Christusbild auf der Metallplatte hatte seit der Restaurierung weiteren Schaden genommen. Alfons Schraml nahm sich der Sache an, besorgte eine neue Metallplatte und bemalte diese mit dem Christusbild. Am 30. Dezember 2019 brachte Schraml das neue Bildnis am Kreuzstamm an.

Vor einigen Wochen wurde die alte Linde aber durch einen Sturm schwer beschädigt. Das Gelände rund um das Feldkreuz und den alten Baum ist derzeit abgesperrt, da die Gefahr besteht, dass sich noch Baumteile lösen. Die Untere Naturschutzbehörde ist nun hier gefragt, wie der Rest des Baumes gerettet werden kann. Viele Gläubige und Wanderer hoffen, dass es bald wieder möglich ist, sich auf der Bank neben dem Feldkreuz auszuruhen. Die Sträucher am Straßenrand müssten allerdings bald wieder zurückgeschnitten werden, damit ein guter Blick auf den Gekreuzigten möglich ist.

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