Waldershof
15.01.2026 - 15:33 Uhr
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CSU Waldershof setzt auf Amtsinhaberin, Waldershof Pur mit eigener Liste, SPD verzichtet ganz

Bürgermeisterin Margit Bayer strebt für CSU und Wählerbund eine zweite Amtszeit an. Der neue Verein Waldershof Pur wartet mit einer eigenen Liste, aber ohne Bürgermeisterkandidat auf. Die SPD mischt bei der Kommunalwahl gar nicht mit.

Anstehende Projekte

Das neu gewählte Gremium wird sich mit einigen Projekten beschäftigen müssen. Einen zweistelligen Millionenbetrag wird die Stadt Waldershof im neuen Jahr in Straßenbaumaßnahmen investieren, unter anderem in den grundhaften Ausbau in der Braustraße mit Nazgasse und der Bahnhofsstraße sowie Schreinersberg und Weißensteinstraße im Ortsteil Hard. In den beiden letztgenannten wird dabei außerdem die Wasserleitung komplett erneuert. Bei allen Baumaßnahmen sollen Leerrohre für eine spätere Glasfaseranbindung verlegt werden. Geplanter Baubeginn ist im Mai, die Fertigstellung der beiden Straßen ist für 2027 vorgesehen.

Weiterhin begleiten wird die Stadt auch die Ortsumgehung, die Gesamtfertigstellung ist für den Sommer geplant. Nahwärmeversorgung, Feuerwehrhausanbau mit Radlpoint, Dorferneuerung in Lengenfeld, Radweg von Marktredwitz über Lengenfeld bis Groschlattengrün stehen außerdem auf der Agenda. Kümmern wird sich der Stadtrat auch um die Planungen für den Kindergarten und das Feuerwehrhaus in Poppenreuth, die Ausweisung des Gewerbegebietes in Lengenfeld, die Marktsanierung sowie die Nahversorgung. Die Umgestaltung des Rio-Gebäudes zu einem Kulturhaus sowie der Bau des Hochregallagers der Firma Cube mit Kletterwand sind weitere große Projekte.

CSU

Die CSU hat Amtsinhaberin Margit Bayer erneut für den Posten als Bürgermeisterin nominiert. Die zweifache Mutter gewann 2020 gegen Freie-Wähler-Kandidatin Michaela Härtl mit 57,38 Prozent der Stimmen. Die 45-Jährige will weiterhin die Geschicke der Stadt lenken. Ihre Motivation ist es laut Homepage der CSU-Waldershof, "Menschen miteinander verbinden und gemeinsam Heimat aktiv und mit Liebe gestalten". Die Hälfte der CSU-Bewerber für den Stadtrat ist im Vergleich zur Wahl 2020 neu, 6 der 16 Kandidaten sind Frauen (plus Margit Bayer).

Wählerbund Raum Waldershof

Seit 1978 bildet der Wählerbund mit der CSU eine Fraktionsgemeinschaft, die beibehalten werden soll. So lautete der Tenor in der Nominierungsversammlung, in der die Stadtratskandidaten vorgestellt wurden. Die Liste besteht aus drei Frauen (plus eine Ersatzkandidatin) und 13 Männern (plus ein Ersatzkandidat), die aus allen Waldershofer Ortsteilen kommen. Der Wählerbund will die erfolgreiche Arbeit der vergangenen sechs Jahre fortsetzen, hieß es in der Nominierungsversammlung weiter.

Waldershof Pur

Nach der Gründung von Waldershof Pur im Juli und dem Austritt der drei Stadträte Jürgen Ranft, Florian Dick und Heiko Marx aus der SPD-Fraktion Anfang Oktober tritt dieser Verein mit einer eigenen Liste bei den Kommunalwahlen an. Kurz vor Weihnachten waren die benötigten Unterschriften für die Zulassung zur Wahl erreicht. Neben den drei genannten Stadträten sind auch Mitglieder des SPD-Ortsvereinsvorstandes zu Waldershof Pur gewechselt. 4 der 16 Kandidaten sind Frauen.

Freie Wähler

Die Freien Wähler (FW) gehen ohne eigenen Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf. Im November nominierten sie ihre Stadtratskandidaten, auf der Liste stehen sechs Frauen (plus eine Ersatzkandidatin) und zehn Männer (plus ein Ersatzkandidat). Die FW wollen die Umgestaltung des Marktes nach Fertigstellung der Ortsumgehung, die Beseitigung von Leerständen im Wohnungsbereich, die Zukunft des Kindergartens Piccolino und der Feuerwehr in Poppenreuth sowie die Stärkung des Ehrenamtes weiter vorantreiben.

SPD

Die Waldershofer SPD wird sich zur Kommunalwahl nicht mit einer Liste um Mandate im Waldershofer Stadtrat bewerben. Die aus drei Räten bestehende bisherige SPD-Fraktion gibt es nicht mehr – zwei sind aus der SPD ausgetreten, einer war nie Mitglied bei den Genossen. Die drei gründeten Waldershof Pur. Zur SPD-Nominierungsversammlung Anfang Dezember waren nur zwei Gäste erschienen. Vier Bewerber wären für eine Stadtratsliste die Mindestvoraussetzung. Auch einen eigenen Bürgermeisterkandidat wird die SPD nicht stellen.

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