28.06.2020 - 11:30 Uhr
WaldershofOberpfalz

Dank für klares Votum

Es war das erste Mal, dass Bürgermeisterin Margit Bayer die Amtskette umlegte. Grund war die Vereidigung von Stadtrat Helmut Härtl (CSU).

CSU-Stadtrat Helmut Härtl leistet vor Bürgermeisterin Margit Bayer den Amtseid.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Aufgrund des Todes des langjährigen CSU-Stadtrats Werner Spörer war Helmut Härtl als Nachfolger für das Ehrenamt des Stadtrats berufen worden. Er war bereit, das Amt anzutreten und leistete nun den Eid. Härtl würdigte die Verdienste von Werner Spörer. "Er war ein guter Freund." Auch war es Spörer, "der mich vor 20 Jahren zur Kommunalpolitik gebracht hat". Helmut Härtl bekannte gegenüber den anderen Stadträten: "Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit."

Helmut Härtl Vorsitzender

Auf Vorschlag der CSU-/Wählerbund-Fraktion wurde Helmut Härtl auch in den Rechnungsprüfungsausschuss gewählt und zu dessen Vorsitzendem bestimmt. Denn er bringe die nötige Kompetenz mit. Helmut Härtl bedankte sich im Anschluss bei seinen Stadtratskollegen für das eindrucksvolle einstimmige Votum. Werner Spörer war zudem neben Gerhard Greger (SPD) Referent für Innenstadtentwicklung. Dieses Amt übernimmt nun Zweiter Bürgermeister Mario Rabenbauer (CSU). Das sei auch ein klares Signal hinsichtlich der Bedeutung, so Helmut Härtl.

„Ein Vorbild“

Bürgermeisterin Margit Bayer und alle Stadtratsfraktionen haben am Donnerstag die Leistungen des verstorbenen Werner Spörer gewürdigt. Er habe das Ehrenamt wie kein anderer geprägt und war vielfach in Vereinen engagiert. Margit Bayer: "Er war loyaler Freund, Unterstützer und Vorbild." Zur Sprache kam auch das ausgleichende Wesen Spörers, seine "freundliche, ruhige und sachliche Art", wie Christian Fritsch (SPD) erklärte.

Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Helmut Härtl

Ja sagten die Stadträte im weiteren Verlauf der Sitzung zum Neubau einer Maschineneinhausung in der Gemarkung Rodenzenreuth. Das betroffene Grundstück liegt im "Außenbereich" und ist Teil eines bereits bestehenden Steinfachbetriebs. Zustimmung gab es auch bei der Errichtung eines barrierefreien Anbaus an ein bestehendes Wohnhaus im Gebiet "Federacker". Die erforderliche Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenze und der Abweichung von der Dachform wurde befürwortet. Keine Einwände gab es bei einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses im Stadtteil Schurbach.

Eine kurze Aussprache folgte zu einer weiteren Bauvoranfrage zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses und einer Unterstellmöglichkeit für Fahrzeuge im Bereich "Im obern Kirchsteig". Nach Angaben des Bauwerbers sind ein Wohnhaus mit Pultdach/Flachdach und ein Gebäude für Oldtimer geplant. Auch sei ein Bereich für Fahrzeugfolierung vorgesehen. Die Stadträte gewährten nach kurzer Diskussion die nötige Befreiung vom Bebauungsplan hinsichtlich Dachform und Überschreitung der Baugrenze.

Hier ein weiterer Bericht zur Stadtratssitzung

Waldershof
Kurz notiert:

Von Regionalmarkt bis Dorferneuerung

Bürgermeisterin Margit Bayer wartete in der Stadtratssitzung am Donnerstag mit einer Fülle an Informationen aus dem Rathaus auf. So seien zum Thema Regionalmarkt/Wochenmarkt im Stadtpark Waldershof die Voraussetzungen mit dem Landratsamt geklärt worden. Sie regte an, dass sich mehrere Referenten aus dem Stadtrat zusammentun und die Möglichkeiten ausloten.

Im Hinblick auf Starkregen und Überflutungen müsse man aktiv werden. Bayer verwies auf das „boden:ständig“-Projekt. Dazu gab es vor wenigen Tagen einen Termin. Die Handlungsempfehlungen für Landwirte lägen jetzt vor. Die Bürgermeisterin will die Landwirte zusammen mit den eingebundenen Ingenieuren besuchen, um geeignete Maßnahmen gegen Überschwemmungen vorzustellen. „Ich will die Landwirte motivieren, sich zu beteiligen.“ Natürlich müsse man auch schauen, was die Stadt selbst tun könne.

Stichwort Dorferneuerung Lengenfeld: Die Firmen stünden bereit. Allerdings warte man auf die Freigabe durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Zum Thema Wohnungsbau/Betreutes Wohnen sagte die Bürgermeisterin, dass zwei Investoren ihre Pläne vorgelegt hätten. Bei der Digitalisierung der Schule „tut sich viel“. Ein wichtiges Thema sei dabei der Breitbandausbau. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Schulen digitalisiert werden müssen. Ein Projektsteuerer werde eingeschaltet.

Vertreter der Bahn hätten im Rathaus im Hinblick auf die Elektrifizierung der Bahnlinie Maßnahmen zum Schallschutz vorgestellt. Betroffen sei bekanntlich die Ortschaft Lengenfeld. Grundsätzlich verspricht sich Margit Bayer viel von der Elektrifizierung. „Das wird eine absolute Bereicherung für uns.“ (hd)

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