27.09.2019 - 14:41 Uhr
WaldershofOberpfalz

Einmalige Färbung

Im Zuge ihrer Besuche bei einheimischen Betrieben haben sich die Freien Wähler Waldershof im Granitwerk Popp in Schurbach informiert.

Michaela Härtl (Siebte von links), Bürgermeisterkandidatin und Vorsitzende der Freien Wähler Waldershof, bedankte sich bei Firmenchef Gerhard Kuchenreuther (Sechster von links) für die ausführliche und interessante Führung.
von Externer BeitragProfil

Das Traditionsunternehmen Granitwerk Popp hat bereits 1932 begonnen, am Südhang der Kösseine den seltenen blauen Kösseine-Granit abzubauen. Wurden damals nur die an der Oberfläche liegenden Findlinge verarbeitet, so ging man später nach und nach zum systematischen Abbau des Granits über, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler zum Besuch.

Das Unternehmen wird von Firmenchef Gerhard Kuchenreuther - staatlich geprüfter Steintechniker und Steinmetzmeister - in der dritten Generation geführt. Die vierte Generation arbeitet bereits im Betrieb mit. Johannes Kuchenreuther, seit diesem Jahr ebenfalls Steinmetzmeister und Steintechniker, hat auch das Studium zum Rohstoffingenieur erfolgreich abgeschlossen. Beide können damit eine fachliche und handwerkliche Qualität auf höchstem Niveau sichern, die von den Kunden geschätzt wird.

Der blaue Kösseine-Granit wird im eigenen Steinbruch abgebaut und auf kurzem Weg zum nahen Granitwerk gebracht. Hier wird er zunächst mit riesigen Sägen und Spezialmaschinen weiterverarbeitet und mit solider Facharbeit und viel Erfahrung in die gewünschte Form veredelt. Somit findet die ganze Wertschöpfungskette in Schurbach statt, wie Gerhard Kuchenreuther betonte. Das Unternehmen bietet derzeit zehn Arbeitsplätze.

Komplette Bearbeitung

Es gibt nicht viele Unternehmen, die eine komplette Bearbeitung an Ort und Stelle bieten können. Selbstverständlich würden in Schurbach auch andere Natursteinarten aus dem In- und Ausland für Bau- und Denkmalarbeiten weiterverarbeitet. Gerade viele Einheimische legten Wert darauf, dass ihre Aufträge mit heimischem Granit aus dem Fichtelgebirge ausgeführt werden.

Der Kundenkreis des Granitwerks Popp erstreckt sich über ganz Deutschland. Ein Granitstein mit der einmaligen blauen Färbung ist eben nur hier zu bekommen und dementsprechend begehrt.

Biotop

Eine Auswahl des Leistungsspektrums des Granitwerks Popp kann vor Ort besichtigt und bewundert werden. Von einer breiten Auswahl an Grabsteinen bis hin zu künstlerischen Objekten ist hier alles zu finden, fassen die Freien Wähler in ihrer Pressemitteilung zusammen. Interessant sei es gewesen zu hören, dass der alte, nicht mehr genutzte Steinbruch der Firma Popp sich mittlerweile zum artenreichen Biotop entwickelt habe und die Natur im Kösseinegebiet bereichere.

Firmenchef Gerhard Kuchenreuther nahm sich über zwei Stunden Zeit, um die Freien Wähler durch den Betrieb zu führen und die zahlreichen Fragen zu beantworten. FW-Bürgermeisterkandidatin Michaela Härtl zeigte sich sehr erfreut über diesen Vorzeigebetrieb in Schurbach und bedankte sich am Schluss mit einem Geschenk herzlich bei Firmenchef Gerhard Kuchenreuther für die ausführlichen und äußerst interessanten Ausführungen.

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