08.11.2018 - 15:41 Uhr
WaldershofOberpfalz

Experte gibt Tipps für den Notfall

Claus Nieberding erklärt in einem Vortrag, was in die Hausapotheke gehört. Auch Maßnahmen zur Ersten Hilfe sollten jederzeit sitzen.

Claus Nieberding: "Medikamente müssen trocken, kühl und dunkel gelagert werden."
von Oswald ZintlProfil

Die Notwendigkeit von Hausapotheken und deren Bestückung hat Apotheker Claus Nieberding in den Mittelpunkt seines Vortrags bei den katholischen Verbänden im Pfarrheim Waldershof gestellt. Unfälle würden meistens im Haus passieren und Krankheiten sich am Wochenende einstellen. Um gerüstet zu sein, sollten Dauermedikamente und Medizin für den Ernstfall immer im Notfallschrank griffbereit sein. Wie die Zusammenstellung aussehen kann, sollte in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und dem Apotheker individuell abgesprochen werden, betonte Nieberding. Wichtig sei, "dass die Medikamente trocken, kühl und dunkel gelagert werden", jederzeit zugänglich sind und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Der Apotheker empfahl, dass das Aufbruch-Datum vermerkt wird und die Beipackzettel in der Packung bleiben. Säfte und Lösungen müssten richtig verschlossen werden. Zudem riet Nieberding, alle zwei Jahre eine sogenannte Verfall-Inventur bei den Medikamenten durchzuführen.

Verfallene Medikamente sollten unbedingt über den Hausmüll und nicht über die Kanalisation entsorgt werden. Außerdem sollten die eigenen Medikamente nicht an andere Personen weitergegeben werden. Neben Mitteln gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und Juckreiz gehören auch Wund-Desinfektionsmittel, Salben für Brandverletzungen und Gel für Sportverletzungen sowie Verbandsmittel in die Hausapotheke.

Ein weiteres Augenmerk legte Claus Nieberding auf den Umgang mit Notrufnummern. Die 112 sollte nur in lebensbedrohlichen Fällen, wie starke Herzbeschwerden, Bewusstlosigkeit, starke Blutungen, Luftnot und Unfälle mit Personenschäden, gewählt werden. Bei vermutlichen Vergiftungen sei der Giftnotruf unter 089/19240 oder 0911/3982451 sinnvoll. Dabei sollten wichtige Informationen zur Person, welche Mittel mutmaßlich zur Vergiftung führten und wann es passiert ist, mitgeteilt werden.

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