"Zusammen mit unseren eigenen Mitgliedern waren an den drei Tagen rund 250 gut gelaunte Leute am Tanzen", freuten sich Präsident Klaus Haas und sein Stellvertreter Josef Steinkohl über den Erfolg der Veranstaltung in der Jobst-vom-Brandt-Schule. Die Square-Dancer kamen aus allen Ecken Deutschlands, inklusive dem Ruhrgebiet und der Küste, aber auch aus Tschechien und der Slowakei. Die weiteste Anreise hatte eine Tanzgruppe aus der Wiener Neustadt.
13 Tänzer aus Prag
"Waldershof hat in der Square-Dance-Szene einen sehr guten Namen. Einige haben sogar das eigene Club-Gartenfest sausen lassen, nur um zu uns zu kommen", betonte Klaus Haas. "Wir haben sehr gute Verbindungen nach Tschechien", kommentierte er die Teilnahme von 13 Leuten aus Prag. Und sie alle hatten ein gemeinsames Ziel: zusammen tanzen, Spaß haben und sich etwas besser kennenlernen. Und das geht beim Square-Dance in bester Weise. Denn hier tanzen jeweils vier Paare zusammen. Diese stehen zu Beginn auf den Linien eines gedachten Quadrates und bilden den sogenannten Square, wodurch der Sport auch seinen Namen erhält.
Meistens tanzen mehrere solcher Squares gleichzeitig, aber unabhängig voneinander. Die Figuren gehen fließend ineinander über; die Akteure wechseln ständig ihre Positionen und Tanzpartner, bis sie am Ende wieder auf der Ausgangsposition angekommen sind. Dadurch sind die Tänze abwechslungsreich, fördern die Konzentration sowie das Reaktionsvermögen. Die Reihenfolge, in der die gelernten Figuren getanzt werden, wird von einem sogenannten Caller bestimmt. Einem DJ gleich, legt er die Musik und Choreographien fest.
Däne macht Ansage
Und von diesen Spezialisten waren am Wochenende gleich drei anwesend: Walter Stupping aus Österreich, David Dvorák aus Tschechien und Søren Lindergaard aus Dänemark sorgten für das geordnete Tanzen im Quadrat. Letzterer plauderte auch etwas aus dem Nähkästchen: "Die Leute können nicht tanzen ohne den Caller, denn was ich denke, müssen die Leute tanzen." Der Däne ist Jahrgang 1965 und von Beruf IT-Manager. Aber seine Freizeit gehört nahezu komplett dem Square Dance. Er hat bereits in 31 Ländern angesagt und war in 30 US-Staaten in Sachen Calling unterwegs. Ursprünglich war Søren Lindergaard Mitglied eines weltweit aktiven Motorradclubs. Durch Zufall geriet er 1990 in eine Square-Dance-Veranstaltung und merkte sehr schnell, dass seine Leidenschaft eigentlich der Tätigkeit eines Callers gehört.
Viele Helfer im Einsatz
"Und nun feiere ich bereits mein 28. Jubiläum, bin im Jahr ehrenamtlich rund zehn Mal in Europa sowie den USA unterwegs und spule dabei bis zu 20 000 Kilometer ab", freute sich der sympathische Däne. Gefragt nach seinem eindrucksvollsten Erlebnis, erzählte er mit leuchtenden Augen von einem Auftritt als Caller in den USA mit 5000 Square-Dancern. Für alle Nachwuchs-Ansager hatte er augenzwinkernd einen Tipp parat: "Die ersten 25 Jahre als Caller sind die schlechtesten, dann wird es schon besser."
Ein wichtiger Bestandteil des "Rocky-Docky-Special" in Waldershof sind die vielen Helfer. Ohne die Ehrenamtlichen des Vereins wäre so eine Veranstaltung nicht zu stemmen. Sie boten den ganzen Tag Getränke sowie jede Menge Gaumenfreuden an und kümmerten sich um das Wohl der Gäste. "Es war alles so toll und wir hatten ein wunderschönes, gemeinsames Wochenende", lautete die Bilanz von Josef Steinkohl. "Allerdings hätten wir uns über etwas mehr Aufmerksamkeit vonseiten der Waldershofer Bevölkerung gefreut."



















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