31.01.2020 - 12:07 Uhr
WaldershofOberpfalz

Immer wieder Szenenapplaus

Der Musikbahnhof Schaffnerlos wird zur Theaterbühne für das Otto-Hahn-Gymnasium. Die zahlreichen Besucher quittieren den Auftritt mit einem Riesenbeifall.

Tante Ingrid und Sabines Mutter lassen sich auf dem Sofa ein Likörchen schmecken, während Sabine (rechts, stehend) versucht, den „Geist Pia“ auf die Reihe zu bekommen.
von Oswald ZintlProfil

Die vielen Proben für das Theaterstück "Das Leben ist kein Likörchenkippen" haben sich gelohnt. Die Schauspieler des Otto-Hahn-Gymnasiums brauchten für die Aufführung nur ein paar Quadratmeter Bühnenfläche und einen Hochsitz für den Geist Pia im Musikbahnhof "Schaffnerlos", der restlos besetzt war. Die Gäste hatten einen Riesenspaß und sparten nicht mit Szenenapplaus. Die Regie bei diesem Stück hatte Stefan Pitterling, der nach der Vorstellung richtig stolz auf seine Schützlinge war.

"Das Leben ist kein Likörchenkippen" handelte davon, dass die junge Frau Sabine (Maja Kastner) mit Hilfe ihrer Mutter (Astrid Heinzmann) und Tante Ingrid (Paula Schäffler) in eine neue Wohnung zieht. Dort trifft sie auf ihre tote Vormieterin Pia (Lea Grünler), die zwei Monate vorher bei einem Autounfall ums Leben kam. Nur Sabine kann die Tote sehen und sich mit ihr unterhalten.

Alle anderen Beteiligten, unter anderem die Vermieterin (Leonie Gräf), finden daher das Verhalten der neuen Mieterin äußerst merkwürdig. Lediglich die russische Haushaltshilfe Svetlana (Nele Plaß) glaubt Sabine, deren Assistent Horst (Aaron Seitz) hält allerdings beide für verrückt. Sabines Mutter geht sogar so weit, ihre Tochter des Schwachsinns überführen zu wollen beziehungsweise den vermeintlichen Geist von "Ghosthuntern" (Suhail Falah, Luca Quol) eliminieren zu lassen. Bei einer von Svetlana geleiteten Seance kommt es zu einer Panne. Statt Pia endgültig in das Reich der Toten zu überführen, taucht nun auch noch der Geist ihrer Mutter (Lotti Leidl) auf. Das Ganze muss wiederholt werden und endet damit, dass der Vater von Sabines Mutter und Tante Ingrid die Anwesenden darauf hinweisen, dass das Leben kein Likörchenkippen sei. Die heitere Komödie hat auch ein ernstes Element, das vor allem die Schüler interessierte: Beide Mütter sind mit der Biografie ihrer Töchter nicht zufrieden und hätten sich ihre Kinder daher ganz anders gewünscht, woraufhin Svetlana ganz richtig erwidert: "Man kann Kinder nicht backen, man muss sie nur lieben!"

Ergänzt wurde das Stück um Minidramen über Babys, die miteinander sprechen und ihre Mutter für dumm halten, und die Geschichte eines Ehepaares vom ersten Kennenlernen bis zum Tod.

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