"Wann und wo immer sich Leute zum Squaredance treffen, begegnen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft zum gemeinsamen Spaß an der Bewegung zur Musik. Und ganz nebenbei fördert das auch noch die Konzentration, körperliches Training, Freude und Spaß." Josef Steinkohl, aktiver Squaredancer beim Waldershofer Verein "Wild Bunch", bekommt stets ein Leuchten in den Augen, wenn er von seinem Hobby spricht. Seit 1996 hat er sich gemeinsam mit seiner Frau und natürlich vielen Gleichgesinnten dieser ganz besonderen Art des amerikanischen Folkloretanzes verschrieben.
Kurz zusammengefasst geht es darum, dass vier Tanzpaare an den Seiten eines (gedachten) Quadrates (Square) Aufstellung nehmen und den Rufen des Tanzmeisters folgend sich in ständig wechselnden Formationen zur Musik bewegen. Das ist eine hohe Anforderung an den Team-Geist, die Merkfähigkeit und das Reaktionsvermögen, so Steinkohl.
Rocky-Docky-Special
Ein echter Squaredancer kann es zumeist gar nicht mehr erwarten, bis der nächste Übungsabend ansteht. Die knapp 50 Mitglieder des wilden Haufens, wie "Wild Bunch" wörtlich übersetzt heißt, fiebern jedoch gemeinsam mit ihrem Präsidenten Klaus Haas aktuell einem ganz besonderen Ereignis entgegen: Vom 9. bis 11. August verwandelt sich die Kösseinestadt wieder in ein Mekka der Squaredancer. "Wir laden hier zur 19. Auflage unseres Rocky-Docky-Special in die Jobst-vom-Brandt-Schule ein. Zu diesem Tanzfest erwarten wir über 200 Teilnehmer und freuen uns schon jetzt auch über ganz viele Zuschauer", erklärt Josef Steinkohl.
Squaredance ist alles andere als ein elitäres Tanzen in abgeschlossenen Räumen. Jeder ist willkommen und darf selbstverständlich mit dem Tanzen anfangen, egal ob Paar oder Single. Im Laufe ihrer aktiven Zeit entwickeln sich die Squaredancer, je nach persönlichem Können, weiter. Es gibt dafür Einstufungen in Form verschiedener Klassen und Schwierigkeitsgrade. Allerdings gibt es bei diesem Tanzsport grundsätzlich keine Turniere und keine Wettbewerbe, viel wichtiger ist die gemeinsame Freude an der Bewegung, so Steinkohl.
"Wir kennen keine gesellschaftlichen Grenzen, hier treffen sich alle Bevölkerungsschichten und es gibt kein Sie. Es spielt auch keine Rolle, wo jemand herkommt, entscheidend ist allein, dass er Squaredance kann und sich an die Grundregeln der Freundlichkeit und Kameradschaft hält", lautet die klare Ansage.
Apropos Ansage: Beim Squaredance ruft der sogenannte Caller - frei übersetzt Ansager - den Tänzern die Namen von Tanzfiguren zu, die von den Akteuren dann getanzt werden. Daraus entsteht die Choreographie, also die Folge von Figuren. Der Caller ist auch gleichzeitig der Lehrer, der den Schülern eines Kurses die Tanzfiguren und die übrigen Gepflogenheiten beibringt. Hier haben sich im Laufe der Zeit regelrechte Koryphäen herauskristallisiert. Ähnlich wie berühmte DJs, suchen sie Tanzveranstaltungen auf und setzen diesen Glanzpunkte auf.
Eintritt frei
Nach Waldershof kommen heuer gleich wieder drei dieser Persönlichkeiten: Soren Lindergaard aus Dänemark, Walter Stupping aus Österreich und David Dvorak aus Tschechien sorgen für das geordnete Tanzen im Quadrat. "Wir empfehlen allen Interessierten, am Samstag, 10. August, von 13 bis 22 Uhr in die Waldershofer Schule zu kommen. Denn hier gibt es am meisten zu sehen und zu erleben. Der Eintritt ist natürlich frei", betont Josef Steinkohl.
Eine Alternative ist das tschechisch-deutsche Clubtreffen am 11. August von 10 bis 12.30 Uhr. Um das persönliche Wohl der Gäste kümmern sich die ehrenamtlichen Helfer des Vereins "Wild Bunch". Sie bieten den ganzen Tag über frische Getränke und allerlei Leckereien an. Und eines ist auch ein ganz fester Grundsatz der Dancer: Während der offiziellen Dauer ist für die aktiven Tänzer Alkohol tabu. Erst nach 22 Uhr wird am Samstag dann zur Zoigl-Party mit den Squaredancern eingeladen. Mehr Informationen gibt es auf der Vereinshomepage: www.wild-bunch-waldershof.de/














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