08.08.2019 - 14:38 Uhr
WaldershofOberpfalz

Mutig und ohne Vorbehalte

Die SPD Waldershof schickt Ulrik Katholing ins Rennen. Der parteilose Bürgermeisterkandidat stellt seine Ziele im Musikbahnhof "Schaffnerlos" vor.

SPD-Ortsvorsitzender Gerhard Greger (links) und Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (rechts) freuen sich über die Kandidatur von Ulrik Katholing (Bildmitte).
von Oswald ZintlProfil

Mit der Nominierung von Ulrik Katholing als Bürgermeisterkandidat hat wohl kaum einer gerechnet. Die Anspannung ist aus den Gesichtern der Sozialdemokraten gewichen. Bei der Vorstellung des parteilosen Ulrik Katholing im Musikbahnhof "Schaffnerlos" vor über 50 interessierten Gästen - darunter auch Parteifreunde aus Marktredwitz, Pechbrunn und Fuchsmühl - machte SPD-Ortsvorsitzender Gerhard Greger deutlich, dass es nicht einfach war, einen geeigneten Kandidaten zu gewinnen. Für ihn wäre die optimale Lösung eine erneute Kandidatur von Friederike Sonnemann gewesen. Auf den 51-jährigen Katholing eingehend sagte Greger: "Er hat uns gefunden und wir sind begeistert von seinen Visionen für die Zukunft der Stadt."

Politisch sieht sich Ulrik Katholing als unbeschriebenes Blatt, konnte aber durch seine Tätigkeit als Medizintechniker in verschiedenen Krankenhäusern Erfahrungen mit Verwaltungsabläufen sammeln. Einen Namen hat sich Ulrik Katholing auch damit gemacht, dass er mit Freunden viel Zeit und Energie in die Renovierung und Wiederbelebung von alten Gebäuden - wie dem Musikbahnhof "Schaffnerlos" - investiert hat. Sein Organisationstalent bewies er bereits bei vielen überregionalen und regionalen Kultur-Veranstaltungen. Und selbstverständlich engagierte sich Katholing ehrenamtlich in Vereinen seiner ehemaligen Heimatgemeinde.

Bürgerwille

Seine zukünftige politische Arbeit stellt der SPD-Bürgermeisterkandidat unter die Überschrift: "Bewährtes erhalten, Verbesserungen umsetzen und mit Freude daran arbeiten." Und zu seiner Arbeitsweise versprach Katholing: "Als parteiloser Bürgermeister werde ich im Stadtrat auf alle Beteiligten vorbehaltlos zugehen und den Willen der Bürger von Waldershof vertreten."

Als wichtigste Aufgabe nannte Katholing für die nächsten Jahre die Innenstadt-Neugestaltung nach dem Bau der Umgehungsstraße. Er nahm dabei die Zuhörer mit auf einen virtuellen Gang durch den Markt, auf dem sich Menschen begegnen, in einer Eisdiele und einem Pub Gespräche führen oder in einem "Verpackungsfrei-Laden" ihre Einkäufe tätigen. Leerstand von Wohnraum werde es dort - wenn Besitzer und interessierte Neubürger sich einig werden - nach der Verkehrsberuhigung fast nicht mehr geben, so der Bürgermeisterkandidat. "Ein Mehrgenerationenhaus wertet den Markt zusätzlich auf." Mit dem Angebot der Kindergärten, die auf alle Fälle erhalten würden, der Schule vor Ort, den Ärzten und der Apotheke biete Waldershof ideale Voraussetzungen für junge Familien.

Vorzeigeschule

Unterstützen will Katholing die zahlreichen Vereine mit ihrer hervorragenden Jugendarbeit und das Kösseinebad weiter als Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste aufwerten. Das gelte auch für den von allen Generationen genutzten Stadtpark. Die Jobst-vom-Brandt-Schule ist und bleibt für den Bürgermeisterkandidaten eine Vorzeigeschule, die es gelte, behindertengerecht zu gestalten und energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Lanze brach Katholing für die Feuerwehren, die selbstlos anderen Menschen helfen und dazu eine gute Ausrüstung brauchen. Im Musikbahnhof "Schaffnerlos" soll es ein Projekt "Junges Gemüse" geben, bei dem Jugendliche jeden Freitag ihr eigenes Programm gestalten können. "Und bei all diesen Projekten und Maßnahmen werde ich immer meine umweltverträglichen Gedanken weiterentwickeln in der Hoffnung, das Leben auf diesem Planeten für nachfolgende Generationen nicht nachteilig beeinflusst zu haben."

Zur Arbeit im Rathaus verdeutlichte er: "Parteilos und unvoreingenommen, eben einer, der keine alten Geschichten kennt, so werde ich auf alle Personen zugehen." Zum Abschluss sagte Ulrik Katholing, dem Optimismus, Freude und Tatendrang trotz Rückschlägen nie abhanden gekommen sind: "Das Leben ist bunt, bunter als die Farben des Geldes und farbenprächtiger als die Farben der Parteien auf ihren Fahnen. Bunt sind die Gespräche, die Menschen miteinander führen. Lassen Sie uns die Gespräche führen und die jeweils farbenprächtigste Lösung finden."

Zur Person:

Ulrik Katholing

Der gebürtige Lorenzreuther Ulrik Katholing ging zu Beginn seiner Antrittsrede auf seine persönliche Situation ein. Der gelernte Elektromechaniker und Medizintechniker ist geschieden und Vater von zwei Kindern. Seine Tochter Klara besucht das Otto-Hahn-Gymnasium und Sohn Hans steht vor dem Abschluss einer Lehre als Landwirt. (fpoz)

Über 50 interessierte Gäste waren in den Musikbahnhof zur Vorstellung von Bürgermeisterkandidat Ulrik Katholing gekommen.
Ulrik Katholing formulierte als Ziel: „Bewährtes erhalten, Verbesserungen umsetzen und mit Freude daran arbeiten.“
Zur Musik von Annika Teubner, Adina Schöffel und Leon Neudert (von links) auf der Terrassen-Bühne stellte sich Ulrik Katholing gerne den Fragen der zahlreichen Besucher und bat um Unterstützung am Wahltag.
Tochter Klara (rechts) gehörte zu den ersten Gratulanten. Als wichtigste Aufgabe nannte Ulrik Katholing die Innenstadt-Neugestaltung.
Tochter Klara (rechts) gehörte zu den ersten Gratulanten.
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