09.01.2020 - 10:56 Uhr
WaldershofOberpfalz

Noch heuer erste Bauarbeiten

Es geht los. Aber es dauert wohl noch vier Jahre, bis auf der Waldershofer Ortsumgehung Fahrzeuge rollen. Die Kostenkalkulation muss erneut nach oben korrigiert werden.

Vorrangig laufen heuer Detailplanungen für die Waldershofer Ortsumgehung. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten zum Bau einer Unterführung des Fuß- und Radwegs beim Kreisverkehr (Bild) starten.
von Harald Dietz Kontakt Profil

"Wir sind derzeit dabei, eine detaillierte Planung zu erstellen", informiert Henner Wasmuth, Chef des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Diese Baureifplanung sei auch erforderlich, um dann die einzelnen Gewerke ausschreiben zu können. Unter anderem sind zwei Brücken für eine Eisenbahnüberführung sowie eine Bahnunterführung zu bauen.

Die Planung wird heuer fertig, sagt Henner Wasmuth zum Zeitplan. Natürlich seien wegen der beiden großen Brückenbauwerke noch Verhandlungen mit der Bahn notwendig. Parallel laufen in diesem Jahr Gespräche zum für die Waldershofer Umgehung nötigen Grunderwerb mit den Eigentümern der Flächen. Es handelt sich da um viele Grundstücke, weiß der Leitende Baudirektor.

Rollen in diesem Jahr auch Bagger an? "Ja, die Arbeiten für die Unterführung des Fuß- und Radwegs beim Kreisverkehr in Waldershof beginnen noch heuer." Auf Nachfrage meint Henner Wasmuth, dass der Start der Bauarbeiten etwa zur Jahresmitte erfolgen könnte. So sei das zumindest aktuell vorgesehen. Auch werde im Frühjahr 2020 eine Gasleitung verlegt - eine Maßnahme, die bereits 2019 geplant war. Außerdem laufen laut Baudirektor Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Untersuchungen des Baugrunds im Trassenbereich der Umgehung.

Mit der Baudetailplanung werde auch ein Konzept erstellt, das den Ablauf und die Abfolge der einzelnen Projekte zur Verwirklichung der Umgehung regle. Eine Menge Arbeit. Wasmuth versichert dabei: "Wir kümmern uns."

32 Millionen Euro

Der Einstieg ins Großprojekt Ortsumgehung Waldershof erfolgt in diesem Jahr, bekräftigt Wasmuth. Das geschehe auch wegen der Finanzierung. Immerhin geht das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach derzeit von Kosten von rund 32 Millionen Euro aus. Frühere Kostenschätzungen lagen bei 20 Millionen Euro, zuletzt dann bei 30 Millionen Euro. Henner Wasmuth spricht von einer teuren Maßnahme, auch wegen der "anspruchsvollen Brückenbauwerke". Bei der Finanzierung helfe ein Sonderprogramm für große Straßenbaumaßnahmen des Freistaats Bayern, informiert Wasmuth erleichtert. Mit Blick auf die nun deutlich höheren Kosten sagt Wasmuth: "Es gab gewaltige Baupreissteigerungen."

Gut durchplanen

Auch wenn die ersten Arbeiten an der rund 3,4 Kilometer langen Ortsumgehung Waldershof heuer starten, werden laut Henner Wasmuth einige Jahre bis zum Abschluss vergehen. Auf Nachfrage konkretisiert der Chef des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach und nennt als Bauzeit drei bis vier Jahre. Viel hänge dabei von den Verhandlungen mit der Bahn ab. "Wir müssen da vorab unsere Hausaufgaben machen." Wasmuth ergänzt: "Das muss alles gut durchgeplant sein." Es werde wohl noch eine Menge an Schriftverkehr und Anträgen anfallen.

Nötig ist die Umgehung. Da besteht kein Zweifel. Laut Henner Wasmuth ergab eine Verkehrszählung im Jahr 2010 immerhin eine Belastung der Waldershofer Ortsdurchfahrt mit 11.000 Fahrzeugen pro Tag. In der Prognose fürs Planfeststellungsverfahren zur Ortsumgehung stehen 13.000 Fahrzeuge pro 24 Stunden. Froh ist Henner Wasmuth, dass für die Waldershofer Ortsumgehung Baurecht besteht. Es gab im ganzen Verfahren so einige Planänderungen - unter anderem wegen nötiger Ausgleichsflächen oder in Sachen Umweltverträglichkeit. Das erforderte Überprüfungen. Doch alle Änderungen seien eingearbeitet. Es gab keine Klagen oder gerichtliche Verfahren gegen das Projekt Umgehung Waldershof. "Das ist schon etwas Besonderes", sagt Wasmuth mit dem Grundton der Zufriedenheit.

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