(fpoz) Engagement – ob in der Forschung oder im Ehrenamt: Das trifft auf Professor Dr. Hans Drexler, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, zu. Für seinen Einsatz in der Arbeitsmedizin und für die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens ist der gebürtige Waldershofer jetzt mit dem Verdienstkreuz am Bande vom Bundespräsidenten gewürdigt worden. Bayerns Innenminister Joachim Hermann überreichte das Verdienstkreuz bei einer Feierstunde.
Professor Drexler ist langjähriges ehrenamtliches Mitglied im Vorstand und bereits in der dritten Wahlperiode Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM). Seit vielen Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Arbeitsmedizin sowie die medizinische Prävention in Forschung und Praxis. Die Entwicklung von evidenzbasierten Präventionsleistungen zur Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit von Arbeitnehmern in der Lebenswelt Arbeitsplatz ist ihm ein hohes Anliegen.
Seit dem Jahr 2000 leitet Hans Drexler als Direktor das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (IPASUM) der Friedrich-Alexander-Universität. Neben der Facharzt-Anerkennung für Arbeitsmedizin und der Zusatzbezeichnung Umweltmedizin beziehungsweise Sozialmedizin verfügt er ebenfalls über die Facharzt-Anerkennung Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie die Zusatzbezeichnungen „Allergologie“. Neben seinen vielseitigen Tätigkeiten im Bereich der präventiven Arbeits- und Umweltmedizin engagiert sich Hans Drexler seit weit über zehn Jahren als Studiendekan in der akademischen Selbstverwaltung für die Belange der Medizinstudierenden an der Universität.
Als Mitglied in einer Vielzahl wissenschaftlicher Arbeitsgruppen und ehrenamtlich tätigen Organisationen ist Drexler als engagierter Wissenschaftler bekannt. So arbeitet er zum Beispiel bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Herrmann nannte bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes auch Drexlers langjährige Mitgliedschaft in der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe sowie die Leitung der Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“. Hier habe er durch sein Engagement wesentlich zur Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes beim Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen weit über Deutschland hinaus beigetragen. Der DFG ist er weiterhin verbunden in den verschiedensten Untergremien der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, aber auch als Gutachter.
Seit vielen Jahren berät Drexler die Akteure der öffentlichen und veröffentlichten Meinung im Feld von Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, so etwa mit Sitz und Stimme im Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) oder als Mitglied im Unterausschuss (UA) III des AGS oder als Leiter des Arbeitskreises Biomonitoring des UA III bzw. als Mitglied im Ärztlichen Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ beim BMAS. Überall dort wird er laut Herrmann als sachkundiger und auch in hitzigen Kontroversen äußerst sachlich argumentierender Berater sehr geschätzt.
Mit Überzeugungskraft weiß er eindrücklich zu vermitteln, wie wichtig evidenzbasiertes Wissen gerade auch in der täglichen arbeitsmedizinischen Praxis ist, wenn es gilt, das Leben und die Gesundheit von Arbeitnehmern an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz zu schützen, so Herrmann.
Professor Drexler engagiert sich verbandspolitisch nicht nur in der DGAUM, sondern gehört als Mitglied auch dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer an und ist Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie. Darüber hinaus steht er als Sprecher dem Bayerischen Aktions- und Forschungsverbundes Public Health vor und ist zugleich Vorsitzender des interdisziplinären Zentrums für Public Health der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg.
Seit 2003 gibt er als ehrenamtlicher Chefredakteur eine der renommiertesten internationalen arbeitsmedizinischen Fachzeitschriften, die „International Archives of Occupational and Environmental Medicine“, heraus. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Hans Drexler wurden mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Hervorzuheben sind der E.-W.-Baader-Preis der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin im Jahr 1996, der Innovationspreis der DGAUM 2007, mit dem seine Verdienste um die kontinuierliche Entwicklung des „Biologischen Monitorings“ gewürdigt wurde, als auch die Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für „Verdienste um die Gesundheit“.
Hans Drexler nimmt sich trotz seines vollen Terminkalenders regelmäßig Zeit, seine Schwester Brigitte in Bad Alexandersbad zu besuchen, und macht dann auch immer einen Abstecher zum Geburtshaus in Waldershof. „In den vergangenen Jahren habe ich regelmäßig am Fichtelgebirgs-Marathon teilgenommen. In diesem Jahr stand der Halbmarathon auf dem Programm“, sagt Drexler. Fit hält sich der Professor durch regelmäßiges Joggen und beim Golfspielen.













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