17.01.2020 - 15:21 Uhr
WaldershofOberpfalz

Tränen am Ende der Rede

Zum Neujahrsempfang kommen gut 200 Besucher in die Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule. Friederike Sonnemann blickt stolz auf ihre Amtszeit zurück.

Die gut 200 Besucher des Neujahrsempfangs nutzten das Treffen zu vielen intensiven Gesprächen und zum Meinungsaustausch.
von Oswald ZintlProfil

Der Neujahrsempfang in Waldershof stand am Donnerstagabend ganz im Zeichen des Abschieds von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Wie berichtet, kandidiert die Rathauschefin bei der Kommunalwahl im mittelfränkischen Wörnitz für das Bürgermeisteramt und gibt auch ihren Wohnsitz in Waldershof auf. Sonnemann begrüßte alle Besucher des Empfangs in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule persönlich. Ihr zur Seite standen zwei Künstlerinnen der Gruppe "Firesmile", die den Gästen Glückskekse in die Hand legten. Auf der Bühne sorgte die Band "Taktikum" für hervorragende musikalische Unterhaltung. Die Mitarbeiter des Rathauses versorgten die gut 200 Besucher mit Getränken.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann blickte in ihrer Ansprache stolz auf ihr kommunalpolitisches Engagement zurück. Sie erinnerte dabei an die Anfangszeit vor zwölf Jahren, als mit ihrem Ehemann Uwe viele Aktionen gestartet wurden. Als Beispiel nannte sie das Maibaumfest nach alter Tradition, den Advent im Schloss und die Gründung des Kultourismusvereins.

Unbezahlbares Gut

Dank zollte Sonnemann dem TSV Waldershof und dem Tennisclub, die ihre Kinder zu tollen Sportlern gemacht hätten, und dem Fichtelgebirgsverein, der ihr bei Wanderungen die Natur mit ihren Sehenswürdigkeiten rund um die Kösseinestadt nahegebracht habe. Als unbezahlbares Gut bezeichnete sie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Vereinen und Feuerwehren, die das positive Stadtbild mitprägen.

"Positiv bleibt mir als Bürgermeisterin im Gedächtnis, dass wir in der Stadtverwaltung sehr viele Projekte angepackt und umgesetzt haben. Waldershof ist ein sehr starker Standort für den Handel und mittelständische Unternehmen, die auf Wachstumskurs sind und viele Arbeitsplätze bereit stellen", sagte Sonnemann. Die Revitalisierung der Rosenthal-Brache ist für die Bürgermeisterin ein gelungenes Beispiel für den positiven, strukturellen Wandel in der nordostbayerischen Wirtschaft.

Moderne Sporthalle

Die gleiche Bedeutung misst Sonnemann den "weichen" Standortfaktoren vor Ort zu. Als Beispiele nannte sie ein gut ausgebautes Angebot an Betreuungsplätzen, eine sehr gut funktionierende Schule, eine moderne Sporthalle für die unterschiedlichsten Sportarten, einen Stadtpark als Treffpunkt für Menschen aus allen Generationen sowie das alte Rathaus als sozialen Treffpunkt für Jung und Alt, um sich auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen, zu kommunizieren.

Auf die Arbeit im Rathaus eingehend sagte Sonnemann: "Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind offen für neue Ansätze und Arbeitsweisen, um den Charakter des Rathauses als Serviceeinheit für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine zu verbessern. Dazu haben wir zusätzlich einen Bautechniker und einen IT-Fachmann eingestellt. Die Verwaltung ist sehr gut aufgestellt und arbeitet hervorragend, der Weg ist bereitet für eine gute Zukunft."

An die Nachfolgerin oder den Nachfolger im Amt des Bürgermeisters appellierte Sonnemann: "Es geht um ein Miteinander. Gemeinsam entscheiden, Positionen austauschen, abwägen und Kompromisse finden zum Wohle der Stadt. Das zeichnet Kommunalpolitik aus. Hier sollten parteipolitische Taktiken keine Rolle spielen und persönliche Vorurteile und Urteile schon gar nicht." Deshalb gab es eine eindringliche Bitte an alle Bürger. "Wer auch immer mir in diesem Amt nachfolgt, verdient Respekt."

Zum Schluss ihrer Ausführungen stellte Friederike Sonnemann mit Tränen in den Augen fest: "Es war und ist eine lehrreiche, überwiegend schöne Zeit als Waldershofer Bürgermeisterin, und ich bin stolz und dankbar, zum Wohle der Stadt mitgewirkt zu haben. Und ich bin dankbar für all die guten Freundschaften, die hier entstanden sind und all die Unterstützung in den vergangenen Jahren."

Bei einfühlsamer Musik, leckerem Finger-Food und original Dameradl-Zoigl gab es beim Neujahrsempfang noch viele Gespräche.

Nach der Neujahrsansprache von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann wurden lautstark die deutsche Nationalhymne und jeweils die erste Strophe des Waldershofer Heimatliedes und der Bayernhymne gesungen.
Die Sandkünstlerin Frauke Menger zauberte zahlreiche Motive auf die Leinwand. Da durfte das Stadtwappen natürlich nicht fehlen.
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