30.06.2020 - 14:13 Uhr
WaldershofOberpfalz

TSV hat einen Plan B für die Schwammer

Die Schlemmermeile in Waldershof ist dieses Jahr abgesagt. Aber zumindest eines der Schmankerln wird es im Außer-Haus-Verkauf geben.

Zu der Schwammerbrühe reicht der TSV Waldershof traditionell bei der Schlemmermeile frisch herausgebackenen Dotsch.
von Oswald ZintlProfil

Die für Samstag, 5. September, geplante 22. Schlemmermeile entfällt. Der Veranstalter – die Interessengemeinschaft Waldershofer Geschäfte (IGW) – hat sich in Absprache mit der Stadtverwaltung und den teilnehmenden Vereinen, Verbänden und gewerblichen Anbietern zu diesem Schritt entschlossen. „Wir wissen nicht, wie sich Corona in den kommenden Wochen entwickelt. Und bei Hunderten von Besuchern im Ortsteil ,Schlemmerhausen' lässt sich ein Mindestabstand nicht realisieren“, erklärt IGW-Vorsitzender Mario Zobel. Bürgermeisterin Margit Bayer ist überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung ist, denn die Sicherheit für die Besucher und alle Anbieter habe oberste Priorität. Das Stadtoberhaupt sagte mit Blick in die Zukunft: „Ich hoffe auf eine unvergessliche Schlemmermeile 2021.“

Und was macht der TSV Waldershof mit den Pilz-Vorräten für seine legendäre Schwammerbrühe mit Dotsch? Gerhard Greger: „Wir haben einen Plan B und werden das Schlemmermeilen-Highlight im Außer-Haus-Verkauf am Sportheim anbieten. Als Termin haben wir Ende August vorgesehen.“ Selbstverständlich geschehe dies unter Einhaltung aller hygienischen Vorschriften, ergänzt das TSV-Urgestein.

Für die ortsansässigen Vereine bedeutet die Absage natürlich ein Minus in der Vereinskasse. Der Vorsitzende des SV Poppenreuth Heribert Pickert macht jedoch deutlich, dass diese Entscheidung für alle Beteiligten nachvollziehbar sei und der aktuellen Entwicklung absolut Rechnung trage. „Für uns gehört die Teilnahme an der Schlemmermeile zum festen Jahresprogramm. Wir konnten uns in den zurückliegenden Jahren als Verein präsentieren, der immer bemüht ist, das gesellschaftliche Leben in der Kösseinestadt zu bereichern und das Ehrenamt zu fördern. Und wir haben den Besuchern viel Abwechslung auf der Speisekarte geboten“, ergänzt der SV-Vorsitzende mit Hoffnung auf nächstes Jahr.

Den Titel "Schlemmerhausen" verdiente sich Waldershof schon bei vielen Gelegenheiten.
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