Waldershof
07.08.2026 - 14:02 Uhr

Verkehr rollt auf der neuen Ortsumgehung Waldershof

Nach sechs Jahren Bauzeit ist die Ortsumgehung Waldershof fertig – sogar ein Jahr früher als geplant. Seit Donnerstag rollt der Verkehr.

Die neue Ortsumgehung Waldershof ist für den Verkehr freigegeben. Bild: Wolfgang Erhart
Die neue Ortsumgehung Waldershof ist für den Verkehr freigegeben.

Nach knapp sechs Jahren Bauzeit ist die Ortsumgehung Waldershof an der Staatsstraße 2177 seit Donnerstag offiziell für den Verkehr freigegeben – ein Jahr früher als geplant, wie Gerhard Kederer mitteilt. Der Diplom-Ingenieur und Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach weiß, dass bisher täglich mehr als 12.500 Fahrzeuge durch die Stadt gefahren sind. Das habe Lärm, Abgase und eine hohe Belastung für die Menschen der Stadt bedeutet. Mit der neuen Ortsumgehung werde der Verkehr aus dem Ortskern verlagert, Waldershof dadurch noch ein Stück lebenswerter.

Auch dank der großen Unterstützung vor Ort habe das Projekt erfolgreich umsetzt werden können. Insbesondere beim Grunderwerb habe sich die hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit gezeigt. Rund 100 Grundstückseigentümer und Pächter seien beteiligt gewesen und hätten das Vorhaben konstruktiv unterstützt. „Mit der Ortsumgehung schaffen wir eine spürbare Entlastung für die Menschen in Waldershof und die umliegenden Dörfer und Gemeinden. Gleichzeitig verbessern wir die Verkehrsanbindung der gesamten Region. Dass wir dieses anspruchsvolle Projekt sogar ein Jahr früher als geplant fertigstellen konnten, ist dem großen Einsatz aller Beteiligten und der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Waldershof, den Behörden sowie den Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern vor Ort zu verdanken“, wird Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel in der Mitteilung zitiert. Er hat die neue Strecke eröffnet.

Rund 45 Millionen Euro investierte der Freistaat Bayern in dieses Infrastrukturprojekt. Damit werde die Anbindung des nordwestlichen Landkreises Tirschenreuth an die Autobahn A 93 und die Stadt Marktredwitz deutlich verbessert. Gleichzeitig profitierten Pendler, Unternehmen und Besucher von der neuen Verkehrsanbindung.

Die neue Strecke ist 3,4 Kilometer lang. Bei den Bauarbeiten entstanden sieben Brücken, davon eine Eisenbahnbrücke der Bahnlinie Nürnberg–Schirnding. Das neue 63 Meter lange und 4250 Tonnen schwere Bauwerk wurde komplett neben der Bahntrasse errichtet und anschließend quer in seine endgültige Position eingeschoben. Bereits nach vier Tagen konnte der Bahnverkehr wieder planmäßig rollen.

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Waldershof24.07.2026
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