26.05.2020 - 17:14 Uhr
WaldershofOberpfalz

Werner Spörer aus Waldershof stirbt im Alter von 62 Jahren

Werner Spörer verstarb in der Nacht auf Montag im Klinikum Weiden. Der Waldershofer Stadtrat wurde 62 Jahre alt. Besonders im Vereinsleben und der Kommunalpolitik hinterlässt er eine große Lücke.

Werner Spörer
von Oswald ZintlProfil

Die Nachricht von Werner Spörers Tod, eines Bankkaufmanns, der sich seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich in zahlreichen Vereinen und der Kommunalpolitik engagierte, schockte große Teile der Bevölkerung. Er verstarb im Alter von 62 Jahren in der Nacht auf Montag im Klinikum Weiden. Werner Spörer hinterlässt Frau und zwei Kinder.

Im Jahr 1996 wurde Werner Spörer, der 1989 in die CSU eintrat, in den Stadtrat gewählt. Ab diesem Zeitpunkt gehörte dem Rechnungsprüfungsausschuss an und wurde im Jahr 2002 dessen Vorsitzender. Von 1996 bis 2014 war er Feuerwehrreferent. In Anerkennung für seine langjährige Stadtratstätigkeit, er wurde am 15. März dieses Jahres wieder in das Stadtparlament gewählt, wurde ihm von der Regierung der Oberpfalz die kommunale Dankurkunde verliehen.

Für den CSU-Ortsverband und die CSU-Wählerbundfraktion im Stadtrat war Werner Spörer ein wichtiger und verlässlicher Bestandteil. Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer sagte: "Wir verlieren einen guten Freund, einen sachkundigen und engagierten Kommunalpolitiker und treues Mitglied. Ihm war es immer wichtig, dass bei aller Arbeit und allem Termindruck die Geselligkeit in trauter Runde nicht zu kurz kam. Seiner Familie und allen Freunden wünsche ich in dieser schweren Zeit viel Kraft."

Bürgermeisterin Margit Bayer hätte Werner Spörer gerne noch viele Jahre als aktive Stütze an ihrer Seite gehabt: "Er war mir mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art eine sehr große Stütze im Wahlkampf und hat mich mit seiner Einstellung immer wieder motiviert. Er wird mir auch als Fachmann im Bereich der Rechnungsprüfung sehr fehlen. Zudem hat er das Miteinander in der Gesellschaft gelebt und war damit ein echtes Vorbild. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie." Für Werner Spörer war "ehrenamtliches Engagement" kein Fremdwort. Seit 46 Jahren gehörte er der Feuerwehr an, war von 1988 bis 2006 Kommandant und seit dem Jahr 2002 Vorsitzender des Feuerwehrvereins. "Wir haben einen Weggefährten und sehr guten Freund verloren, der sich über Jahrzehnte für die Belange der Feuerwehr einsetzte und einen großen Anteil daran hat, dass die Stützpunktfeuerwehr und die übrigen Ortswehren gut aufgestellt und ausgerüstet sind", erklärt Kommandant Stefan Müller.

Schon in jungen Jahren begeisterte sich Werner Spörer für das Briefmarkensammeln und schloss sich vor 51 Jahre dem Briefmarkensammlerverein in der Kösseinestadt an und vor 43 Jahren dem Briefmarkensammlerverein Marktredwitz. Seit 40 Jahren hielt er dem Obst- und Gartenbauverein sowie dem Männergesangverein die Treue. Der Jagdgenossenschaft gehört Spörer seit 36 Jahren an und war als Kassier im Vorstand aktiv. Zudem war Spörer Vorsitzender des Begräbnisvereins mit etwa 500 Mitgliedern. Als passives Mitglied hielt der Verstorbene dem Fichtelgebirgsverein und den Siedlern die Treue.

Kraft für all diese ehrenamtlichen Tätigkeiten schöpfte Werner Spörer im Kreise seiner Familie und bei den geliebten Arbeiten im Wald und an seinen Fischweihern. Anlässlich der Feier zu seinem 60. Geburtstag sagte Werner Spörer, dass es ihm ein Anliegen sei, die alten Hausnamen in Waldershof nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Diese sollten wie sein Hausname "Schwankerer" an die Gebäude angebracht werden.

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