29.09.2019 - 14:54 Uhr
Waldkirch bei GeorgenbergOberpfalz

Jugendfeuerwehren gut drauf

Der "Zwölf-Stunden-Aktionstag" stößt auf große Resonanz. Die Nachwuchskräfte erhalten viel Lob.

Die Hütte brennt. Der Brandherd ist aber schnell im Griff.
von Josef PilfusekProfil
Die Floßer Nachwuchskräfte bringen die verletzte Person in Sicherheit.

Die Messlatte war hoch gelegt. „Wir möchten den Jugendlichen schließlich etwas bieten“, hatte sich die Waldkirchner Feuerwehr für die „Zwölf-Stunden-Aktion“ vorgenommen und ein anspruchsvolles Programm erstellt. Es gab von allen Seiten ein großes Lob an das Team um die Kommandanten Wolfgang Reber und Andreas Gleißner.

„Was wird denn heute alles auf uns zukommen?“, war die sicher berechtigte Frage der 35 Nachwuchsfeuerwehrleute aus Floß, Kaimling, Roggenstein, Waldthurn und Lennesrieth sowie des Technischen Hilfswerks (THW) Weiden. Es sollte eine ganze Menge sein. „Heute geht es zum einen um das gegenseitige Kennenlernen und zum anderen darum, die jungen Leute auf ihre Aufgaben vorzubereiten“, war die Devise der Gastgeber.

Dazu gehören etwa Kenntnisse der Unfallverhütungsvorschriften, die stellvertretender Kommandant Andreas Gleißner vermittelte. Eine ausgiebige Fahrzeugkunde durfte ebenfalls nicht fehlen. Da waren die jungen Feuerwehrleute bei den Wehren Waldthurn und Lennesrieth sowie beim THW in besten Händen.

„Wenn die Sirene heult oder der Funkwecker schreit, muss es schnell gehen“, wies Kommandant Wolfgang Reber hin. „Wir müssen umgehend am Einsatzort sein.“ Das Lesen von Karten und das Fahren nach Funk gehören deshalb für ihn zum absoluten „Muss“, sodass der Unterricht „Kartenkunde“ ein wesentlicher Bestandteil war. Nicht fehlen durfte auch eine Präsentation des Umgangs mit einem Seilzug durch das THW.

„Es brennt!“ Mit dem Aufruf ging es um 16.10 Uhr auf den Höhepunkt des Aktionstags zu, als sich die jungen Leute mit ihren 15 Betreuern auf den Weg zum „Brandherd“ machten. Auch da hatte die Waldkirchner Wehr perfekte Vorarbeit geleistet, vor allem aber der Kommandant selbst, der seine alte Hütte als Brandobjekt zur Verfügung gestellt hatte und den Einsatz koordinierte. Dazu gehörte neben dem Legen einer rund 100 Meter langen Schlauchstrecke durch die Feuerwehren Lennesrieth und Roggenstein natürlich die Bekämpfung des Brandes durch die Wehren aus Kaimling und Waldthurn sowie der Gastgeber selbst.

„Eine Person wird vermisst“, war eine weitere Aufforderung. Und da zeigten die Nachwuchsleute aus Floß, dass sie mit den Atemschutz-Masken schon gut umgehen können. „Person in Sicherheit“, konnten sie schließlich melden.

Gegen 19.15 Uhr landete ein Hubschrauber der Polizei-Hubschrauberstaffel aus Roth. „Das war der Höhepunkt zum Schluss“, freute sich Gleißner über die Zusage aus dem Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg sowie die Präsentation des Hubschraubers und die Erläuterungen durch die Beamten.

Stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart Dominik Zintl und THW-Jugendbetreuer Sebastian Bürger sprachen wie Kreisbrandmeister Alexander Kleber von einem ereignisreichen Tag und hoben die Koordination durch die Feuerwehr Waldkirch hervor. Deren stellvertretender Kommandant Andreas Gleißner freute sich, „dass alle diszipliniert und mit großer Motivation bei der Sache waren“. Ein dickes Lob gab es auch von Bürgermeister Johann Maurer.

Eine weitere positive Nachricht hatte der Kommandant selbst. „Sebastian Träger hat in Störnstein die Jugendleistungsprüfung mit Erfolg absolviert“, ließ Wolfgang Reber wissen und informierte über die Zusage der Feuerwehr Lennesrieth, den Aktionstag im Jahr 2020 zu veranstalten.

Die Landung eines Hubschraubers der Polizei-Hubschrauberstaffel aus Roth ist der Höhepunkt zum Abschluss.
Die Hütte brennt. Der Brandherd ist aber schnell im Griff.

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