22.08.2018 - 16:45 Uhr
WaldsassenOberpfalz

16 neue Sanitäter

Dem BRK-Kreisverband Tirschenreuth stehen 16 neu ausgebildete Sanitäter zur Verfügung. In einem fünfmonatigen Kurs bekommen sie ihr Handwerkszeug. Aber nicht nur die medizinische Hilfe ist wichtig.

Die Teilnehmer des Fachlehrgangs Sanitätsdienst mit dem Lehrgangsleiter Helmut Zeitler (Zweiter von links).
von Florian MüllerProfil

(flm) Vor allem die psychische Unterstützung von Betroffenen im alltäglichen Rettungsdienst oder auch bei Großschadenslagen wurde in dem Kurs gelehrt. Rettung und Transport, Einweisung in die Fahrzeuge der Schnelleinsatzgruppen "Behandlung" und "Transport" sowie die Einsatztaktik bei einem Massenanfall von Verletzten waren weitere Punkte, in denen die Kräfte ausgebildet wurden. Sogenannte "REBEL"-Lagen, Einsätze bedingt durch beispielsweise einen Anschlag, erfordern außerdem besondere Kenntnisse hinsichtlich Taktik und Versorgung.

Somit wurde auch dieses Einsatzszenario, das erst seit kurzer Zeit im Ausbildungsplan enthalten ist, ausführlich besprochen. Natürlich waren aber auch die klassischen Themen ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Dazu zählen Versorgung von Bauch- und Wirbelsäulenverletzungen, Vorbereiten einer Intubation, das Anrichten von Medikamenten sowie die Schockbekämpfung.

"Der große Zeitraum von März bis Juli 2018 war nötig, da ein einwöchiger Blocklehrgang aufgrund von beruflichen Tätigkeiten nicht möglich war. Der Vorteil ist aber, dass die Auszubildenden genug Zeit haben, um den Stoff zu vertiefen", meint Lehrgangsleiter Helmut Zeitler. Unterstützt wurde er von seinen Ausbilderkollegen Wolfgang Rosner, Richard Wagner und Magnus Zimmermann.

Nach der Prüfung - ebenfalls verteilt über mehrere Tage - durften alle Sanitäter die erlösende Botschaft vernehmen: "Bestanden!" Helmut Zeitler ist vor allem erfreut über die große Anzahl an neuen "Helfern vor Ort" (HvO): "Wenn man diesen Lehrgang hat, darf man bei uns - nach verschiedenen zusätzlichen Einweisungen - selbstständig HvO fahren. Von daher ist dieser abgeschlossene Lehrgang eine leichte Entlastung in der angespannten Personalsituation."

Denn an Helfern mangele es nach wie vor - nicht nur in Waldsassen. Wer sich für eine Tätigkeit innerhalb des Roten Kreuzes interessiert, könne sich jederzeit bei den Verantwortlichen melden. "Wir sind dankbar für jede Unterstützung."

Hintergrund:

Die Teilnehmer

Christian Walter, Jakob Meyer, Verena Völkl, Lena Klinnert, Aram Mohammed, Katharina Lang, Tina Hruby und Florian Wolfrum (alle Bereitschaft Waldsassen); Vivien Hart, Florian Müller, Lucio Fortelny und Konstantin Illmann (Jugendrotkreuz Waldsassen); Lena Hart (Wasserwacht Waldsassen); Simon Prommersberger und Mario Scholz (Bereitschaft Mitterteich) sowie Anna Pollinger (Bereitschaft Wiesau).

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