Waldsassen
16.05.2022 - 17:16 Uhr

Mit 180 Sachen bei Waldsassen auf der Flucht vor Polizei

Szenen wie aus einem Fernsehkrimi. Mit 180 Sachen bretterte am Sonntagabend ein Volvo-Fahrer über die Bundesstraße, um der Polizei zu entkommen. Vergeblich.

Vergeblich versuchte ein 24-Jähriger, mit seinem Fahrzeug einer Zivilstreife zu entkommen. Bild: Friso Gentsch/dpa
Vergeblich versuchte ein 24-Jähriger, mit seinem Fahrzeug einer Zivilstreife zu entkommen.

Am Sonntagabend gegen 19 Uhr mogelte sich ein männlicher Fahrzeugführer mit seinem Auto mit tschechischer Zulassung an einer stationären Kontrolle in unmittelbarer Grenznähe vorbei. Eine aufmerksame Zivilstreife der Grenzpolizeigruppe Waldsassen bemerkte dies. Die Schleierfahnder nahmen mit ihrem Dienstfahrzeug die Verfolgung des Pkw auf und versuchten, den Wagen mit visuellen und akustischen Anhalte-Signalen zu stoppen.

Als der Verkehrsteilnehmer dies bemerkte, drückte er seinen Fuß aufs Gaspedal und fuhr mit rund 180 km/h auf der B 299 in Richtung Waldsassen. An der Einmündung zur Staatsstraße 2178 musste der Flüchtende seine Geschwindigkeit verkehrsbedingt verringern, so dass die verfolgende Streife den Fahrer gefahrlos stoppen konnte.

Bei der folgenden Kontrolle zeigte sich der 24-jährige tschechische Staatsbürger nach Angaben der Polizei „äußerst unkooperativ“ und leistete selbst nach Fesselung weiter körperlichen Widerstand. Trotzdem gelang es den Beamten mit vereinten Kräften, den Mann zu Boden zu bringen und dann samt Fahrzeug zur Polizeidienststelle zu schaffen.

Wie sich hier herausstellte, gab es gleich mehrere Gründe, weshalb der Mann versucht hatte, sich einer Kontrolle durch die Polizei zu entziehen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hat er keine gültige Fahrerlaubnis, stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und saß am Steuer eines Pkw, der weder versichert noch zugelassen war.

„Entweder hat er den Volvo gestohlen oder unbefugt genutzt“, so informiert die Polizei in einer Pressemitteilung. Zudem muss er sich nun wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Verdachtes eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten. Das Fahrzeug wurde sichergestellt, und der 24-jährige Lenker musste zur Blutentnahme. Ihn erwarten nun nach Polizeiangaben empfindliche Strafen für die begangen Taten und Ordnungswidrigkeiten.

 
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