01.07.2019 - 11:51 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bäume aus dem Kapplwald für die Arche

Das Personal des katholischen Kinderhauses St. Michael in Waldsassen lud in diesem Jahr zu einem etwas anderem Sommerfest ein. Nicht nur zuhören, sondern mitmachen lautete heuer die Devise.

Etwas anders als sonst wurde das Sommerfest im Kinderhaus St. Michael gefeiert.
von Externer BeitragProfil

Stadtpfarrer Thomas Vogl und Kinderhaus-Leiterin Monika Demmer konnten am Samstag Vormittag bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Gäste zum Familienfest auf dem Gelände des Kinderhauses begrüßen.

Ehemaliger "Domspatz"

Martin und Martina Göth von der Musikgruppe "Shalom" waren aus Passau zum Fest gekommen. Sie zeigten den Kindern mit dem Singspiel "Noah unterm Regenbogen", wie es auf Noahs Arche damals zuging. "Das Ehepaar Göth begeisterten mit rhythmischen Klängen und eingängigen so wie äußerst kurzweiligen Liedern und Texten im Garten des Kinderhaus fast 140 Kinder und ebenso viele Eltern", heißt es in der Pressemitteilung.

Göth, ehemaliger "Domspatz", Diplom-Theologe und Komponist aus Passau, ist mit der Vertonung geistlicher Lieder, Kindermusicals und Kinderlieder bekannt geworden. Martin Göth forderte die kleinen Zuschauer zum Mitsingen auf. Diese hatten bereits im Vorfeld des Festes alle Lieder gelernt und waren in verschiedene Rollen eingeteilt worden.

Zuerst wurde die "Familie Noah" vorgestellt: Noah, gespielt von Emmeram Bäumler, bekam von Gott den Auftrag, eine Arche zu bauen. Denn die Menschen gingen mit sich und der Erde nicht mehr sorgsam um. Dazu mussten viele Bäume aus dem "Kapplwald" bei Waldsassen gefällt werden. Symbolisch wurde dann ein Boot gebaut - dargestellt von der Hortgruppe. Alle wurden mit dem Lied aufgefordert: "Leute, packt mit an - wir bau'n den Rettungskahn!"

Doch es wollten keine Menschen der Einladung Noahs, mit auf die Arche zu kommen, folgen. Deshalb lud Noah die Tiere - dargestellt von allen Vorschulkinder - ein aufs Schiff zu kommen. Die einzige Bedingung für alle, die mitfahren wollten; Der friedliche Umgang miteinander. "Aufpassen, einer muss den anderen leben lassen."

Kinder als Wassertropfen

Schließlich setzte die große Flut ein: Kinder, die als Wassertropfen verkleidet waren, und einige Eltern wurden unversehens zum großen, tobenden Meer, das alles ringsum vernichtete. Nach 40 Tagen fand die Taube einen Ölzweig: Die Flut war zu Ende. Zum Abschluss trugen Kinder und Eltern bunte Tücher in den Farben des Regenbogens durch den Garten als Zeichen dafür, dass Gott uns nie vergisst. Am Schluss dankte Noah und alle Beteiligten Gott, der sie gerettet und versprochen hatte, die Erde nie wieder einer solchen Katastrophe auszusetzen.

Viele Eltern, die eigentlich gekommen waren, um ihren Kindern beim Singspiel zuzuschauen, wurden unvermittelt in die Handlung einbezogen, "was für sehr viel Heiterkeit bei allen sorgte", wie es in der Mitteilung des Kinderhauses heißt.

Eis und kühle Getränke

Mit riesigem Beifall dankten alle Beteiligten Göth, dem es gelungen war, alle Mitspieler und Zuschauer in das Geschehen einzubeziehen und zu begeistern. Es wurde viel gesungen, getanzt und gelacht an diesem Vormittag und in dieser heiteren und gelösten Stimmung ging es über zum Festbetrieb mit Leberkäs-Semmeln, Eis und kühlen Getränken.

Martina und Martin töth von der Musikgruppe "Shalom" gestalteten dieses Jahr das Sommerfest im Kinderhaus St. Michael.
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