08.07.2019 - 10:08 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Bürgerfest in Waldsassen wieder phänomenal

Tausende von Besuchern strömten am Sonntag in die Klosterstadt, um bei bestem Bürgerfestwetter einige unbeschwerte Stunden zu genießen. Wieder herausragend: Die musikalische und kulinarische Vielfalt.

von Konrad RosnerProfil

Ob serbische Volkstänze, rockige Musik aus Österreich, leckere türkische Lahmacun oder Adana-Kebab, griechische Spezialitäten, spritzige Cocktails oder auch schmackhafte Burger und süffiges Bier – jeder kam auf seine Kosten.

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Das Besondere in diesem Jahr, weil es diesmal nicht so heiß war, war vor allem schon am Nachmittag eine Menge los, was sich besonders bei den Imbissständen niederschlug. Viele hatten am Abend kaum mehr etwas zum Essen anzubieten. Die „Fressmeilen“ dürften einen Rekordumsatz verbucht haben, so manche Stände mussten nachbuchen, falls es überhaupt noch etwas gab.

Neben den drei Blaskapellen, die unverzichtbar beim Bürgerfest sind, sorgten die vielen weiteren Bands, von rockig bis Stimmungsmusik, für das besondere Flair beim Bürgerfest. Die musikalische Vielfalt ist einfach sensationell, ein Markenzeichen des Waldsassener Bürgerfestes. Erstmals mit dabei war in diesem Jahr die Gruppe „Ritmo Vulcano“ aus Parkstein, die mit ihrem Trommelrhythmus für Aufsehen sorgten.

Ein tolles Highlight ist mittlerweile auch das Konzert am Basilikaplatz vom frühen Abend bis zum Schluss, präsentiert vom Verein „Save the scene“, das jedes Jahr immer mehr Besucher anlockt.

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Spektakulär auch die Auftritte der Gruppe „KUD Jugos“ aus München, die mit ihren serbischen Volkstänzen für Aufsehen und internationales Flair sorgten.

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"Da hat alles gepasst"

"Wir hatten ein sehr angenehmes Bürgerfest", erklärte am Montagvormittag Helmut Zeitler den Verlauf des Sonntags aus Sicht der Rotkreuz-Helfer: 22 Einsatzkräfte sowie der diensthabende "Helfer vor Ort" kümmerten sich den Tag über um Besucher, die im Verlauf des Tages aus diversen Gründen Hilfe benötigten. Im Schnitt waren in den beiden Schichten jeweils zehn Leute im Einsatz; Rotkreuz-Stützpunkt war die frühere Bürger-Info im Sparkassengebäude.

Das schlimmste Ereignis gab's gleich zu Beginn des Festes: Eine Frau stolperte den Angaben über eine Stromleitung, die beim Rathaus quer über den Weg verlegt war. Dabei zog sich die Frau eine Platzwunde am Kopf zu, zeigte laut Helmut Zeitler "die klassischen Zeichen einer Gehirnerschütterung" und musste deshalb ins Krankenhaus Tirschenreuth gebracht werden. Neben einem Zeckenbiss gab's noch kleinere Schnittverletzungen und Abschürfungen zu versorgen. "Aber es blieb alles im Rahmen", so Zeitler – auch im Hinblick auf die Einsätze in der Folge übermäßigen Alkoholkonsums. "Das war schon mal deutlich schlimmer."

Ansonsten hätten die Rotkreuz-Helfer ausnahmslos mit freundlichen, netten und vor allem einsichtigen Bürgerfest-Besuchern zu tun gehabt. Dabei spricht Zeitler konkret das Thema "Anfeindungen" gegenüber Rettungskräften an; diese jedoch habe es beim Bürgerfest in Waldsassen nicht gegeben. "Da hat alles gepasst."

Auch für die Polizei verlief der Bürgerfest-Sonntag relativ ruhig. Dies erklärte am Montag auf Anfrage von Oberpfalz-Medien Roland Heldwein, der Leiter der Polizeiinspektion Waldsassen. Es habe keinerlei Einsätze etwa wegen Raufereien noch Körperverletzungen gegeben, so wie es in den vergangenen Jahren immer wieder zu später Stunde der Fall gewesen war. Lediglich einige Falschparker seien aufgeschrieben worden, weil die Autos vor wichtigen Zufahrten abgestellt waren.

Tagsüber war am Bürgerfest eine gemeinsame deutsch-tschechische Streife mit zwei Leuten unterwegs – ein Beamter der Polizeiinspektion Waldsassen sowie einer der Polizeidirektion Eger/Cheb. (pz)

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