Die Stadt Waldsassen bekommt ab 1. Mai mit Christian Rosner einen neuen Bestatter für den städtischen Friedhof. Dies hat Bürgermeister Bernd Sommer in der jüngsten Stadtratssitzung bekanntgegeben. Der 41-jährige Rosner hat die Prüfung zur Bestattungsfachkraft erst im Februar mit der Note 1,5 absolviert. Er löst Helmut Spandel ab, der seit 1983 für die Bestattungen in Waldsassen zuständig war. Das Büro „Bestattungshaus Rosner“ soll spätestens im vierten Quartal diesen Jahres, im ehemaligen „Schlecker“ im Prinz-Ludwig-Center, eröffnen. Bis dahin ist Rosner in der Raiffeisenstraße 1 unter Telefon 0170/936 2255 zu erreichen.
„Ein neuer moderner Bestatter in Waldsassen“, so beschreibt sich Rosner selbst. Dazu gehört auch sein Outfit: Künftig tragen die Bestatter in Waldsassen blau – und nicht mehr wie bisher schwarz.
Im September 2021 begann Rosner die zweieinhalbjährige Berufsausbildung als Bestattungsfachkraft an der Berufsfachschule in Bad Kissingen. Im Rahmen einer Dualen Ausbildung war er während dieser Zeit bei einem großen Bestattungsunternehmen in Erlangen beschäftigt. Von August vergangenen Jahres bis jetzt im Februar arbeitete er dann beim Bestattungswesen Spandel und konnte so das Erlernte vertiefen.
Da passte es gut, dass das Bestattungswesen in Waldsassen neu ausgeschrieben wurde. Rosner bewarb sich und erhielt prompt die Zusage. „Ich hatte auch noch andere Angebote, so an der Ost- und Nordsee und im Saarland, wo ich ebenfalls gleich als Bestatter hätte beginnen können“, berichtet Rosner. Seine Entscheidung fiel jedoch zugunsten seiner Heimat.
Auf einen modernen Bestatter wartet viel Arbeit. Er organisiert alle Arten von Beerdigungen, egal ob Erd-, Feuer- oder Seebestattungen. Rosner übernimmt auf Wunsch der Angehörigen alle vorbereitenden Maßnahmen rund um den Tod eines geliebten Angehörigen. Dazu gehören neben Überführung und hygienischer Versorgung inzwischen auch ein Wust an Formalitäten.
Der Trend, so der neue Waldsassener Bestatter, gehe auch immer mehr dahin, dass sich Menschen ein Sterbevorsorgegespräch wünschen. Damit könne man die eigene Beerdigung planen und so auch seine Angehörigen entlasten. Neben kirchlichen Trauerfeiern sind auch freie und weltliche Bestattungen mit Trauerrednern möglich. „Wir wollen in jedem Fall Wünsche des Verstorbenen und der Angehörigen erfüllen“, kündigte Rosner an.













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