01.10.2018 - 11:21 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Erntedankfest im Klostergarten

Ein schöneres Herbstwetter kann sich ein Veranstalter nicht wünschen: Rund 1500 Besucher, so die Verantwortlichen, dürften zur 14. Obstbörse auf dem Areal des Klosters gewesen sein.

Leuchtende Äpfel waren bei der Obstbörse ein besonderer Blickfang.

Die Besucher schlenderten durch die in der Umweltstation der Abtei Waldsassen aufgebaute Budenstadt und bestaunten den Naturerlebnisgarten mit seinen einmalig rot leuchtenden Spalierapfelbäumchen. Johanna Härtl, Leiterin der Umweltstation, und Harald Schlöger, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Tirschenreuth, freuten sich über das große Interesse der Bevölkerung an diesem Erntedankfest im Klostergarten.

Schlöger, der zusammen mit Kollegin Manuela Pappenberger den Infostand mit regionalen Apfelsorten betreute, musste angesichts der vielen Spalierbäume im Naturerlebnisgarten mehrere Beratungsgespräche darüber führen. Ein gefragter Mann war auch Pomologe Michael Altmann. Viele Besucher hatten aus ihren Hausgärten Apfel- und auch Birnensorten mitgebracht, um diese von dem Experten bestimmen zu lassen. Mit dem Verkauf von Äpfeln und Birnen war es bei der diesjährigen Obstbörse so eine Sache. Im vergangenen Jahr hieß bei den Obst- und Gartenbauvereinen Waldsassen und Münchenreuth: "Äpfel und Birnen ausverkauft". Angesichts der diesjährigen "Obstschwemme" hatten sich die Gartenfreunde diesmal mit mehr Ware eingedeckt. Doch davon blieb am Ende einiges übrig.

Trotzdem zeigten sich Klaus Schuster und Robert Treml wie auch Maria Schicker mit ihrem Absatz zufrieden. "Wir sind mit den Leuten ins Gespräch gekommen - und das ist uns mehr wert als der Kommerz", sagte Klaus Schuster. Er freute sich aber auch, dass sein persönlich zubereiteter Trauben-Likör und verschiedene Marmeladen Abnehmer fanden und so einige Euros in die Vereinskasse gespült wurden. Besonderes Interesse der Besucher galt den Aronia-Produkten von Peter Jakobey vom Obst- und Gartenbauverein Mitterteich. Zufrieden zeigte sich auch Michael Richtmann aus Kondrau, der erstmals bei der Börse präsent war und auf "Milch vom Bauern Richtmann" aufmerksam machte. Dabei waren die zubereiteten Milchshakes nicht nur bei den Kindern ein beliebtes Getränk. Mit rund 50 um die Mittagszeit herum servierten Tellern Kürbiscremesuppe war Rita Süß vollauf zufrieden. Kräuterbratwürste und andere leckere Schmankerln fanden ebenso ihre Abnehmer. Bis auf den letzten Krümel ausverkauft war zur Kaffeezeit das sehr reichhaltig bestückte Büfett mit selbst gebackenen Kuchen und Torten. Zur Verdauung tat dann das eine und andere Gläschen Honig-Met von "Bienerer" Josef Ernst ganz gut.

Auch die kleinen Besucher kamen nicht zu kurz, durften sich beim Pressen von Apfelsaft mit Äpfeln aus dem Klostergarten mit den Mädchen und Buben der Kindergruppe der Umweltstation ("Regenbogenbande") und deren Gruppenleiterinnen sowie beim Filzen eines Apfels mit Anita Köstler betätigen. Mit großem Interesse nahmen zahlreiche Besucher das Angebot wahr, sich von Hildegard von Bingen-Expertin Johanna Eisner durch den Kräutergarten führen zu lassen. Viele Besucher schauten auch auf der dem Naturerlebnisgarten gegenüberliegenden Straßenseite vorbei: In der mit kunsthandwerklichen Waren bestückten Stadelgalerie und dem Gedankengarten von Christine Böhm.

Claudia Dietz mit zwei Portionen der leckeren Kürbiscreme-Suppe.
Ein gefragter Mann war Pomologe Michael Altmann.
Mit Anita Köstler durften Kinder Filz-Äpfel herstellen.
Ein gefragter Mann war Pomologe Michael Altmann.
Der Führung mit Hildegard-Expertin Johanna Eisner schlossen sich viele Besucher an.
Reger Betrieb bei der Obstbörse Waldsassen.
Rund 1500 Besucher dürften es gewesen sein, die den ganzen Tag über die Obstbörse besucht haben.

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