12.10.2020 - 16:49 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Fair gehandelt und umweltfreundlich verpackt

Fair-Trade-Stadt ist Waldsassen schon seit Juli 2019. Das bedeutet, dass im Gastronomiebereich vorrangig fair gehandelte Produkte verwendet werden. Einzelheiten stellte die Steuerungsgruppe jetzt im Rathaus vor.

Die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Waldsassen im Rathaus-Foyer, von links Paula Pöllinger, Gudrun Sirtl, Karin Neumann (Konditorei Rosner) sowie Bürgermeister Bernd Sommer und von rechts Christina Kunz, Harald Hertel und Angela Frank.
von Externer BeitragProfil

Die Ware mit dem Fairtrade-Siegel wird auch in der Stadtverwaltung konsumiert. Das gilt etwa für den Kaffee, der bei Beratungen des Stadtrats getrunken wird, sowie für den dort verwendeten Tee und Zucker. Präsentkörbe, die anlässlich von runden Geburtstagen verschenkt werden, enthalten ebenfalls fair gehandelte Produkte - darunter auch Schokolade.

Der fair gehandelte Kaffee und die Schokolade sind jetzt bei einem Termin im Rathaus vorgestellt worden. Dabei empfahlt die Fairtrade-Steuerungsgruppe mit ihrer Sprecherin Gudrun Sirtl die Produkte zum Verschenken zu diversen Anlässen oder als Gruß aus Waldsassen.

Der Kaffee wie die Schokolade sind erhältlich in der Bäckerei-Konditorei Rosner sowie im Geschäft "Stellas feinköstlich". Wie es bei der Präsentation hieß, ist der Bio-Kaffee handverlesen aus den Bio-Arabica Ernten aus Honduras, Peru, Nicaragua und Mexiko. "Er wird von erfahrenen Kaffeeexperten harmonisch komponiert", heißt es in der Pressemitteilung der Fairtrade-Steuerungsgruppe vor Ort. Die Schokolade gibt es in zwei Sorten - zartbitter mit 60 Prozent Kakao und Vollmilch (37 Prozent).

Sowohl für den Kaffee als auch für die Schokolade gilt: Die Innenverpackung ist umweltfreundliche Naturflex-Folie, die zu 90 bis 94 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Sie ist biologisch abbau- und kompostierbar und spätestens nach 90 Tagen verrottet.

Der Mehrpreis für Fairtrade-Produkte wird laut Angaben von den Kooperationen etwa für die Beratung im Biokaffee-Anbau, dem Bau von Schulen und für Frauenförderprogramme verwendet. "Fairer Handel gibt den Kleinbauernfamilien Zugang zu Sozialleistungen und eröffnet Bildungschancen für Kinder", so Gudrun Sirtl.

Bürgermeister Bernd Sommer freut sich über die Initiative unter dem "Fairtrade"-Siegel. Die Angebote seien eine sinnvolle und nachhaltige Ergänzung für Verbraucher, die regionalen und saisonalen Einkauf von Lebensmittel beherzigten - nachdem Kakao- und Kaffeebohnen nicht im Klostergarten wachsen könnten, so Sommer augenzwinkernd.

Waldsassen
Für die Schokolade und für den Kaffee sind besondere Aufkleber gedruckt worden, die Waldsassen als Fairtrade-Stadt kennzeichnen.
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