04.06.2019 - 13:45 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Flurstücke werden Bauland

Es gibt kaum mehr Parzellen im Eigentum der Stadt Waldsassen in ausgewiesenen Gebieten. Deshalb kommen nun verstärkt noch bislang freie Flächen in Stadtrandlage ins Spiel.

Die noch unbebaute Fläche im unteren Bereich des Stationswegs hat die Stadt Waldsassen schon vor einiger Zeit erworben. Jetzt sollen dort Bauparzellen ausgewiesen werden.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

In der Sitzung am Montag ebnete der Stadtrat den Weg, damit ein größeres Grundstück am Stationsweg zum Bauland entwickelt werden kann. Dort biete sich die Möglichkeit, "neue Bauparzellen mit relativ geringem Erschließungsaufwand auszuweisen", wie es dazu in der Vorlage der Verwaltung heißt. Konkret geht es um die Fläche zwischen Stationsweg und Binhack- und Chodauer Straße - rund 17 500 Quadratmeter groß. Dazu gehören bereits mit diversen kleineren Gebäuden bebaute Grundstücke, die verpachtet sind.

12 bis 14 neue Parzellen

In der zu überplanenden Fläche sind bereits zwei Parzellen ausgewiesen, außerdem handelt es sich um zwei größere Flurstücke. Daraus ließen sich zusätzlich 12 bis 14 Parzellen herausbringen, hieß es auf Nachfrage im Rathaus. Der Bebauungsplan könnte im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, die Ausarbeitung würde durch das Stadtbauamt erfolgen. Das Land befindet sich bereits im Eigentum der Stadt. Der Kauf ging Anfang vergangenen Jahres über die Bühne. Dass die SPD-Fraktion damals dagegen gestimmt hatte, erklärte in der Sitzung am Montag Monika Gerl. "Dort ist die Regionaltrasse geplant", lieferte die Fraktionssprecherin den Grund für das Verhalten damals beim Beschluss nach.

Die SPD sei nun aber grundsätzlich nicht dagegen, dort Baugrund zu schaffen. Die Bauherren sollten aber zumindest auf das Vorhaben in unmittelbarer Nähe aufmerksam gemacht werden. Andreas Riedl (CSU) und Johann Wurm (Freie Wähler) signalisierten ebenfalls Zustimmung, am Ende gab es einen einstimmigen Beschluss.

Bürgermeister Bernd Sommer erklärte auf die Frage von Monika Gerl, dass das künftige Baugebiet keinen Einfluss auf die Planungen für die Verlegung der Bundesstraße B 299 habe; vielmehr müsse sich die Stadt an dem Straßenbauprojekt orientieren - nach dem Motto "wer war zuerst dran?".

Höchste Zeit

Ganz allgemein meinte Sommer, es sei höchste Zeit, in die Planungen einzusteigen: Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, verfügt die Stadt Waldsassen nur mehr über drei freie Bauparzellen in ihrem Eigentum. Auf Nachfrage von Robert Christ (SPD), ob es sich um ein reines Wohngebiet handeln werde, erklärte Sommer: Dies werde das weitere Verfahren entscheiden. Nebenbei bemerkte der Bürgermeister, dass die Stadt inzwischen auch noch über weitere Flächen zur Entwicklung als Bauland verfüge.

An dieser Stelle schob das Stadtoberhaupt einen, wie es hieß, "Werbeblock" ein - an die Adresse von Leuten, die "über interessante Flächen verfügen": Diese könnten der Stadt gerne angeboten werden. "Wer überlegt, sollte nicht zu lange überlegen. Jetzt ist der Korridor offen", so der Bürgermeister an die Eigentümer von geeigneten Flächen.

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