22.11.2019 - 18:05 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Eine Gartenschau der Superlative

Das Gartenschulhaus auf dem Areal der Zisterzienserinnen in Waldsassen soll generalsaniert werden. Jetzt nannte Bürgermeister Bernd Sommer Details. Dabei zeigte sich: Das Konzept schließt viel mehr ein als nur das Gebäude.

Der Plan
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Es gibt die ersten Pläne, wie der Garten gestaltet werden kann", informierte das Stadtoberhaupt in seinem Vortrag bei der Bürgerversammlung: Auf der Leinwand im Jugendheim-Festsaal zeigte Sommer einen Entwurf, "mit Genehmigung der Äbtissin", wie er sagte. Dabei wies Sommer darauf hin, dass es sich noch nicht um einen Bauplan handelt. Zurzeit läge nur eine Machbarkeitsstudie vor. Zahlen zu den Kosten wurden nicht genannt. Dafür gab es Angaben über den Zeitraum, den der Bau in Anspruch nimmt. "Frau Äbtissin hat gemeint, es wäre ein Projekt von zehn Jahren", so Sommer, der dies nach seinen Worten bislang nicht kommentiert hat. "Ich denke, das schaffen wir schneller."

Von einer "Gartenschau der Superlative" sprach Sommer im Hinblick auf das große Gesamtkonzept, "nicht nur für ein Jahr, sondern Jahr für Jahr". Die Flächen seien dann alle öffentlich zugänglich.

DIe ehemaligen Hausmeister-Werkstätten im Klosterhof sollen abgerissen werden. Dort entstünden dann Parkplätze.
Hintergrund:

Symmetrischer Anbau und ein Torbogen

Die Sanierung von Schulhaus und Garten ist laut Sommer nur ein Puzzleteil vieler Maßnahmen an der Brauhausstraße. Dabei nannte Sommer an anderer Stelle auch die Neugestaltung der Außenanlagen des Hauses St. Gertrud. Der Steg von der Karolinenstraße in Richtung Brauhausstraße müsse noch warten. Es stünden noch Hochwasserberechnungen aus. "Die Wondreb gibt Orientierung", so Sommer bei seinen Erläuterungen zur Skizze mit der Draufsicht auf die Umweltstation - die wabenförmigen Bauten am Eingang, das Gartenschulhaus. Dieses solle dupliziert werden, so Sommer über das Konzept, mit einem symmetrischen Anbau und einem großen Torbogen. Die Planungen sehen eine barocke Gartenanlage vor, die mit Kräutern bestückt sein könnte. "Der Umweltgarten selbst bleibt bestehen." In der Mitte der Skizze der bereits bestehende Brunnen, im hinteren Bereich ist ein kleineres Gebäude vorgesehen, als Gegenstück zur Sichtachse. "Alles, was sich die Zisterzienser einmal gewünscht haben, würden wir darstellen." Im Garten werde die Abteilung der Traditionellen Chinesischen Medizin umgestaltet zur Traditionellen Europäischen Heilmedizin. In dem Konzept enthalten ist auch die Sanierung der Klostermauer. Die alte Turnhalle bleibe bestehen, diese werde ergänzt um eine barocke Scheune.

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